Copyright: Schüpphaus

W I L H E L M – H A N S M A N N – H A U S

 

 

Bericht über das
Wilhelm-Hansmann-Haus
aus dem Jahre 1980

Ein Senioren-Begegnungszentrum

„Die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft errichtet auf dem Grundstück zwischen Märkischer Straße und Südbad ein Begegnungszentrum für ältere Bürger in Dortmund, es wird nach Fertigstellung der Stadt Dortmund zur Bewirtschaftung überlassen.......“

Mit diesem Beschluss wurde ein Markstein für die Sozialarbeit in Dortmund gesetzt. Das Begegnungszentrum für ältere Bürger sollte als Mittelpunkt der zahlreichen Altentagesstätten in den Dortmunder Stadtteilen neue Wege für die Arbeit in der offenen Altenhilfe erschließen.

Am 11. Oktober 1968, dem Gründungstag der „Dortmunder Gemeinnützigen“, wurde der Grundstein gelegt. Dank der großzügigen Finanzhilfen durch Bund, Land, Kuratorium Deutsche Altershilfe e. V. und der Stadt Dortmund selbst konnte bereits am 26. August 1969 das Richtfest gefeiert werden.

Am 4. Juni 1970 wurde das „Wilhelm-Hansmann-Haus“ von der Stadt Dortmund als Träger übernommen und mit einer festlichen Eröffnung seiner Bestimmung übergeben.

Aus seiner Aufgabenstellung heraus versteht sich das Wilhelm-Hansmann-Haus

- als Angebot zu individuellen und gemeinschaftlichem Tun
- als Kontaktstelle für Alleinstehende
- als Mittler zur Selbsthilfe
- als Beratungsstelle für persönliche und allgemeine Anliegen

Das erste Angebot forderte zur aktiven Beteiligung in 10 Interesssen-Gruppen auf, dabei handelte es sich um:   
3 Werkgruppen, 2 Gymnastikgruppen, 1 Handarbeitsgruppe,
1 Literaturkreis,
1 Theaterkreis, 1 Sprachzirkel, 1 offenes Singen

Gleichzeitig wurden die älteren Bürger aufgefordert, eigene Wünsche und Vorschläge einzubringen.

In welchem Umfang von diesem Angebot Gebrauch gemacht wurde, beweist die Tatsache, dass die Zahl der Interessengruppen im Verlauf der 10 Jahre auf 120 Gruppen angewachsen ist. Dabei sind noch nicht alle Wünsche berücksichtigt, da die zur Verfügung stehenden Räume voll ausgelastet sind. Ohne die Gruppen wie Schwimmen, Wandern, Kegeln sind täglich 17 Interessengruppen mit einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von 292 Personen im Haus. 

 

 Insgesamt gibt es 120 Gruppen:

17
 Interessengruppen
5

 Spielgruppen (Skat, Rommee, Canasta, Schach, Damen-Skat)

 4
 Handarbeitsgruppen
 8
 Schneidergruppen
12
 Werk- und Bastelgruppen
 3
 Malgruppen
   2
 Fotogruppen
 1
 Lesezirkel
30
 Gymnastikgruppen         
 6
 Schwimmgruppen
  17
 Kegelgruppen
 4
 Wandergruppen
   3
 Tanzgruppen
   2
 Tischtennisgruppen
    4
 Instrumentale Musikgruppen
  1
 Gruppe der Briefmarkenfreunde
   1
 Chor

Neben dem Angebot an Neigungsgruppen wurde ein vielseitiges Informations- und Unterhaltungsprogramm durchgeführt, so zum Beispiel von Juni 1970 bis Juni 1980


  An 202 Besichtigungs- und Ausflugsfahrten (2004) beteiligten sich rund
  15.000 Personen.

258
 Informierende und bildende Vorträge
285
 Dia-Vorträge 
179
 Filme    
146
 Schaukochen  
329
 Musikveranstaltungen
236
 Tanzveranstaltungen
213
 Bunte Nachmittage
447
 Sonstige Veranstaltungen
------
 
2.093
 

 

Ein wichtiges Angebot sind die Beratungsdienste im
Wilhelm-Hansmann-Haus:

Beratung in allen Lebenslagen:
Sozialamt Stadt Dortmund, Caritasverband, Arbeiterwohlfahrt,  
Sozialversicherungsangelegenheiten:
Versicherungsamt Stadt Dortmund
Wohnungsangelegenheiten:
Amt für Wohnungswesen, Stadt Dortmund
Blindenberatung:
Blindenverein Dortmund
,    
Beratung für Hörgeschädigte:
Sozialamt Stadt Dortmund
  
Diabetiker-Beratung:
Deutscher Diabetikerbund,
Beratung in Geldangelegenheiten:
Sparkasse Dortmund

Die tägliche Besucherzahl des Wilhelm-Hansmann-Hauses betrug im Jahre 2004 rund 420 Personen, wobei zwangsläufig in den Sommermonaten die Besucherzahlen geringer und im Winter höher sind.

Der Einzugsbereich des Wilhelm-Hansmann-Hauses erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass viele Besucher auch für eine Kursstunde ein bis zwei Stunden Anfahrtsweg in Kauf nehmen.

Dass sich das Wilhelm-Hansmann-Haus zu recht als „Mittler zur Selbsthilfe“ versteht, zeigt sich darin, dass die Kontakte in den Neigungsgruppen und Hobbykreisen in einer Weise intensiviert werden konnten, die weit über den zeitlich begrenzten Gruppentreff hinausgeht.

Gegenseitige Hilfe zur Überwindung von Einsamkeit und in Krankheitsfällen sind das Ergebnis:

gegenseitige Besuche, gemeinsame Spaziergänge,
S
paziergänge am Wochenende, Hilfen im Krankheitsfall,
Besuchsdienst im Krankenhaus, Hilfen bei Wohnungswechsel und Umzug in das Altenheim

Beeindruckend demonstriert die Aktionsgruppe „Schach dem einsamen Alter“ soziales Engagement. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, älteren behinderten Mitbürgern mit kleinen Dienstleistungen den Alltag zu erleichtern. Zur Zeit betreuen 25 Mitglieder der Gruppe 78 Personen in Privatwohnungen und Altenheimen. Ein weiteres Beispiel sind die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen im Haus selbst. Ohne ihre Mithilfe wäre vieles nicht durchzuführen.

Die Altenhilfe der Stadt Dortmund hat mit dem Wilhelm-Hansmann-Haus ihre zentrale Stätte gefunden. Die Stadt ist bemüht, ihre Angebote weiterhin gemeinsam mit den älteren Bürgern fortzuentwickeln. Sie will dabei die sich wandelnden Erkenntnisse über Bedürfnis und Anspruch der dritten Lebensphase immer wieder neu bedenken und berücksichtigen.

 

Das WHH stellt sich vor:
Bericht aus dem Jahr 2004

Grundsteinlegung 1968

Erste Einrichtung dieser Größenordnung in Deutschland

Wilhelm-Hansmann (1896-1963)

Oberstadtdirektor 1946-1954

Erster Dortmunder Ehrenbürger

Verantwortlich u.a. für sozial - und wohnungspolitische Akzente

Zielsetzungen

Unterstützung des Prozesses "Älter werden"

Verhinderung von Vereinsamung und Isolation

Förderung von Teilnahme an der Gemeinschaft

Aktivitäten, Kreativität

Möglichkeiten zum Austausch im Gespräch

Eigeninitiative und Selbsthilfe

Beratungsmöglichkeiten zu allen wichtigen Themen

Information

Die Besucherinnen und Besucher des WHH

Altersgruppen von 50-99 Jahren

3 Generationen unter einem Dach

Besucherstruktur identisch mit Dortmunder
Bevölkerungspyramide ab 60 Jahre

Besucher kommen aus ganz Dortmund
und benachbarten Städten/Gemeinden

Das WHH in Zahlen

272 Kurse

ca. 80 Arbeitsgemeinschaften

200 Veranstaltungen im Jahr

75 Selbsthilfegruppen

10 Hauptamtliche Mitarbeiterinnen

Programmstruktur des WHH

Allgemeine Beratung / Information

Lebensberatung

Beratung in sozialen Fragen

Beratung bei Krankheit und Behinderung

Beratung über geeignete Angebote des Hauses,
aber auch von kooperierenden Einrichtungen

Kooperation mit Selbsthilfegruppen

Veranstaltungen

Konzerte, Gesellige Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen,

Theatervorführungen, Ausflugs-, Studien-und Besichtigungsfahrten,

Jahreszeitbezug (Herbst, Weihnachten, Karneval etc.)

Gesprächskreise

Frauengesprächskreise

Themen wie Trauer, Veränderung nach dem Erwerbsleben etc.

Allgemeine Themen und Diskussionskreise Literatur

Kursangebote und Arbeitsgemeinschaften

Gesundheit/Bewegung, Sprachkurse, Kreativität

Elektronische Medienm Musik, Wandern, Spiele

Theater, Tänz. Gymnastik

Ehrenamt im WHH

Über 100 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit des WHH durch:

Beratungsangebote

Leitung von Arbeitsgemeinschaften

Durchführung von Veranstaltungen

Hilfestellungen bei unterschiedlichen Aktivitäten

Begleitung von Besucherinnen und Besuchern

Der Förderverein des WHH

Gründung 1987

Förderung der Seniorenarbeit im WHH

ca. 550 Mitglieder

Größte Projekte:

Umbau der Dachterrasse zu einer Turnhalle

Förderung der neuen elektronischen Medien im WHH

Umbau des großen Saales

Weitere Zielsetzung ist die Unterstützung von innovativen Seniorenprojekten im WHH

Sozial- und gesundheitspolitische Bedeutung

ca. 60 Selbsthilfegruppen sowie zahlreiche Initiativen
und Vereine
nutzen die Räume des Hauses

Hauptthemen sind Gesundheit, psychische und psychosoziale Probleme, beispielsweise Alzheimer-Gesellschaft, Deutsche Parkinson SHG,
Krebs SHG, Chronische Schmerzen u.v.m.

Herzlich Dank für Ihr Interesse.

Auf bald im Wilhelm-Hansmann-Haus

 

Mit einem großen Fest wurde am 10.10.2003 der Saal des Wilhelm - Hansmann- Hauses nach dem Umbau eröffnet.


Foto:Gawlik WHH

Victor Kidess an der Gitarre

 

Foto:Gawlik WHH

Der Förderverein unterstützte die Modernisierung mit 205.000 €

 

 

Copyright: Schüpphaus Tanzschule Gödde

 

 

 

Die Mitgliedschaft im Förderverein ist an keine Altersgrenzen gebunden. 

Alt und Jung sorgen gemeinsam für eine bessere Lebensqualität im Alter.
Wer Mitglied werden möchte, sendet eine E-Mail an   FoerdervereinWHH@web.de
Der Jahresbeitrag ist auf mindestens 5,00 € festgesetzt.
Mitgliedsbeiträge sind als Spenden steuerlich abzugsfähig.

Alle Einnahmen des Fördervereines kommen ohne Abzüge direkt ausgewählten Projekten des Wilhelm-Hansmann-Hauses zu Gute.
Bankverbindung: Stadtsparkasse Dortmund BLZ 440 501 99,
Konto-Nr. 001 080 164, Förderverein Wilhelm-Hansmann-Haus e.V

Mit  nur 5 € Jahresbeitrag tragen auch Sie dazu bei, die gemeinnützige Seniorenarbeit in Dortmund zu fördern, zu erweitern und zu vertiefen.

Aufnahmeanträge erhalten Sie an der Information im Wilhelm-Hansmann-Haus.


Ausschnitt aus dortmund.de vom 28.1.2008

Das WHH zieht Bilanz

Neuer Besucherrekord im Jahr 2007

Auf ein rundum gelungenes Jahr 2007 blickt das Wilhelm-Hansmann-Haus zurück. 19.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurs- und Veranstaltungsprogramms sorgten abermals für einen neuen Besucherrekord.

Foto aus dortmund.de Wilhelm-Hansmann-Haus

Besonders gefragt waren Gesundheitsangebote wie Gymnastik- und Fitnesskurse mit Schwerpunkten wie Osteoporosevorbeugung oder Rückentraining. Auch Veranstaltungen zu Senioren spezifischen Themen und die spezialisierten Beratungsangebote waren sehr beliebt. Viele Freunde hatten zudem die gemeinsam mit dem Förderverein durchgeführten Studien- und Ausflugsfahrten.

Über ungebrochenen Zuspruch zu ihren Angeboten freuten sich überdies die Kooperationspartner wie VHS, Altenakademie, Vereine und Selbsthilfegruppen. Hoch im Kurs standen wie gewohnt die zahlreichen kostenfreien Arbeitsgemeinschaften der Bereiche Musik, Kreativität und Sport.

Im stetigen Aufbau befindet sich das Angebot für ältere Migrantinnen und Migranten. Zurzeit nehmen 115 Personen – vorwiegend aus ehemaligen GUS-Staaten - regelmäßig an unterschiedlichen Aktionen teil. Ergänzende Deutschkurse fördern deren Integration in andere Gruppen und in das alltägliche Leben. 

Im Wilhelm-Hansmann-Haus hat das Seniorenbüro Innenstadt-Ost seinen Standort. Die zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen kümmern sich vor allem um die Anliegen rund um Altenhilfe und -pflege.

Für 2008 erhoffen sich der Leiter Viktor Kidess, sein Team und der Förderverein  wieder großen Zuspruch der Generation 50plus. Das neue Halbjahresprogramm lockt mit zahlreichen Veranstaltungshöhepunkten. Dazu zählen die neue Revueshow mit dem Trio „Sweethearts“ im März oder „Engel und Sünderinnen“, das neue Programm von Ingeborg Wunderlich, im April. Mit Spannung erwarten sie das Generationen übergreifende Theaterprojekt „Träume“ in Kooperation mit dem Kulturzentrum Balou in der zweiten Woche der Osterferien.

Das neue Programmheft gibt es kostenlos im WHH. Im Internet steht es unter www.senioren.dortmund.de zur Verfügung. Telefonische Auskünfte gibt es unter  der Rufnummer 50-2 33 58.

           

Beiträge zur Chronik des WHH erbitten wir an :  Senioren Internetclub Dortmund


Über diesen Link erreichen Sie die Mitarbeiter des Wilhelm Hansmann Hauses


 
Heinz Schüpphaus
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