aus Wikipedia
Kristina Köhler
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2010 
                 


1985 erklärten die Vereinten Nationen den 5. Dezember zum Internationalen Tag der Freiwilligen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Welttag des Ehrenamts). Seither würdigt dieser Tag den ehrenamtlichen Einsatz und das Engagement aller Freiwilligen weltweit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt#Umfang_des_Ehrenamtes_in_Deutschland

 

 

BMFSFJ Internetredaktion

Pressemitteilung Nr. 89/2006
Veröffentlicht am 19.09.2006
Thema: Freiwilliges Engagement
Ursula von der Leyen: "Jeder hat Talente und Fähigkeiten, die er für andere einsetzen kann"

Bundesfamilienministerin packt im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements im neuen Berliner Obdachlosengesundheitszentrum mit an

"Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen er für andere eine unschätzbare Hilfe sein kann. Wer sich freiwillig für die Allgemeinheit engagiert, erhält dafür Dank und Bestätigung. Er gibt der Gesellschaft ein menschliches Gesicht. Und er stützt unser Gemeinwesen dort, wo der Staat die alleinige Verantwortung nicht tragen kann", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements. Als persönlichen Beitrag zur laufenden Aktionswoche half die ausgebildete Ärztin heute selbst im Gesundheitszentrum für obdachlose Menschen der Dr. Jenny De la Torre-Stiftung in Berlin bei der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten. "Die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Zentrums stehen stellvertretend für die 23 Millionen Menschen in Deutschland, die sich unentgeltlich für Mitmenschen engagieren. Es ist wichtig, diesen Einsatz für die Gesellschaft sichtbar zu machen und stärker zu würdigen", so von der Leyen. "Anerkennung bedeutet aber auch, dass die Politik die Rahmenbedingungen für die freiwilligen Tätigkeiten verbessert. Wir müssen eine Struktur schaffen, in der sich bürgerschaftliches Engagement noch stärker entfalten kann als bisher, zum Vorteil aller."

Die Dr. Jenny De la Torre-Stiftung in Berlin bietet nicht krankenversicherten Patientinnen und Patienten in ihrem neu eröffneten Gesundheitszentrum in der Berliner Pflugstraße eine auf Reintegration ausgerichtete medizinische Behandlung. Der Bau des Zentrums wurde ausschließlich durch Geld- und Sachspenden von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen ermöglicht.

Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements dauert noch bis zum 24. September. In mehr als 400 Projekten demonstrieren tausende aktiver Bürgerinnen und Bürger ihr Engagement für das Allgemeinwohl. Organisator der Aktionswoche ist das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert das bürgerschaftliche Engagement mit einer Vielzahl von Programmen und Projekten:

Mehrgenerationenhäuser
Das Aktionsprogramm sieht vor, bis zum Jahr 2010 in allen Städten und Landkreisen Deutschlands ein Mehrgenerationenhaus als Forum für familienorientierte Dienstleistungen, Erziehungs- und Familienberatung zu schaffen. Die offenen Tagestreffs für Jung und Alt verstärken die Infrastruktur, die die Gesellschaft zusammenhält und fördern und erschließen bürgerschaftliches Engagement. Sie verbinden freiwillige Nächstenhilfe, Selbsthilfe und professionelle Unterstützung zu einem umfassenden Angebot für Menschen jeden Alters. Mit den Mehrgenerationenhäusern soll ein Zentrum für bezahlbare familiennahe Dienstleistungen in jeder Region entstehen.

Freiwilliges Soziales / Freiwilliges Ökologisches Jahr
Die Bundesregierung beteiligt sich an der Finanzierung des Freiwilligen Sozialen und Freiwilligen Ökologischen Jahres. Sie achtet dabei besonders darauf, dass die jungen Freiwilligen im Rahmen ihres Engagements die Chance erhalten, sich weiter zu qualifizieren und wertvolle Kompetenzen zu erwerben, die ihnen später weiterhelfen. Ein neues Modellprogramm "Kompetenzerwerb benachteiligter Jugendlicher im Rahmen des Freiwilligen Sozialen / Ökologischen Jahres" soll im kommenden Jahr verstärkt jungen Menschen aus bildungsfernen Schichten den Zugang zum freiwilligen Engagement erleichtern. Jährlich werden rund 18.000 Plätze für die Freiwilligen und rund 4000 Plätze für Kriegsdienstverweigerer gefördert, die ein Freiwilliges Jahr anstelle des Zivildienstes leisten.

Generationsübergreifende Freiwilligendienste (GüF)
Das Modellprogramm soll neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements neben dem klassischen Vereins- und Verbandslebens erschließen. Mehr als 50 Projekte proben bereits bundesweit neue Angebote für Freiwillige. Im Juni 2006 waren in ganz Deutschland rund 3500 Freiwillige in 52 Modellprojekten von 140 Trägern und über 430 Standorten aktiv. Einsatzfelder sind Schulen, Kindertagesstätten, Familien, Stadtteilzentren, stationäre Einrichtungen und Hospize. Menschen jeden Alters übernehmen Verantwortung für Junge, für Alte, für Behinderte, Schülerinnen und Schüler oder für Familien, die besondere Lasten tragen. Ziel ist die Förderung eines neuen Miteinanders der Generationen und die Stärkung einer Kultur der Freiwilligkeit.

Lokale Bündnisse für Familie
Die Bundesinitiative Lokale Bündnisse für Familie will Akteure in den Kommunen anregen, sich Partner aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden, Vereinen, Einrichtungen und Initiativen zu suchen, um gemeinsam vor Ort die Bedingungen für Familien zu verbessern. Das Bundesfamilienministerium finanziert gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds ESF ein Servicebüro, das kostenlos Beratung und Unterstützung bei Gründung, Themenfindung, Arbeitsorganisation, Weiterentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit anbietet. Derzeit ist das Servicebüro in 604 Kommunen aktiv; in 327 Kommunen haben sich bereits lokale Bündnisse gegründet.

Erfahrungswissen für Initiativen
Das Modellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen" (EFI) schult ältere Menschen zu seniorTrainer und seniorTrainerinnen, die ihr Erfahrungswissen zur Beratung und Begleitung von Freiwilligeninitiativen, Einrichtungen, Vereinen und Verbänden oder zum Aufbau eigener Projekte einsetzen. Das Modellprogramm hat 2004 begonnen. Seither sind durch das Engagement und in der Regie der EFI-Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer viele hundert neue Freiwilligenprojekte entstanden.

Initiative Bürgerstiftungen
Die "Initiative Bürgerstiftungen" entwickelt die Idee der Bürgerstiftung weiter, mit dem Ziel Stiftungen flächendeckend in regionalen Infrastrukturen zu verankern. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei die Förderung des generationsübergreifenden ehrenamtlichen Engagements. Auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beteiligen sich die Bertelsmann-Stiftung, die Körber-Stiftung, die Klaus Tschira-Stiftung und der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Aufbau eines Kompetenzzentrums zum Thema Bürgerstiftung.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: http://www.bmfsfj.de

Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr
 
BMFSFJ Internetredaktion

Pressemitteilung Nr. 132/2006
Veröffentlicht am 04.12.2006
Thema: Freiwilliges Engagement
Ursula von der Leyen: "Freiwilliges Engagement ist ein Gewinn für den Einzelnen wie für die Gesellschaft"

Tag des Ehrenamtes: Bundesfamilienministerin würdigt Einsatz von 23 Millionen Freiwilligen

"Bürgerschaftliches Engagement ist grundlegender Bestandteil einer Gesellschaft mit menschlichem Gesicht. Dabei profitieren auch die Freiwilligen ganz persönlich von ihrer unentgeltlichen Tätigkeit. Ehrenamtliches Engagement ist deshalb ein Gewinn für alle", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen zum morgigen Internationalen Tag des Ehrenamtes. "Keine Gesellschaft kann auf aktive Bürgerinnen und Bürger verzichten. Unsere Demokratie, unsere soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf dem freiwilligen Einsatz für andere. Diese Bereitschaft ist nicht selbstverständlich, sondern muss gepflegt werden. Dies gilt besonders in einer globalisierten Welt mit grundlegenden ökonomischen und demografischen Veränderungen. Die Bundesregierung will deshalb den Gemeinsinn und ehrenamtliches Engagement wie die Betreuung kranker oder behinderter Menschen oder die Tätigkeit von Übungsleitern stärker steuerlich fördern. Insgesamt wird sie dafür rund 400 Millionen Euro bereitstellen," so von der Leyen weiter.

1985 erklärten die Vereinten Nationen den 5. Dezember zum Internationalen Tag der Freiwilligen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Welttag des Ehrenamts). Seither würdigt dieser Tag den ehrenamtlichen Einsatz und das Engagement aller Freiwilligen weltweit.

In Deutschland engagieren sich mehr als 23 Millionen Menschen ehrenamtlich. Ohne die Leistungen der Freiwilligen in vielen Bereichen wie Soziales, Sport, Kultur, Gesundheit, Bildung, Umwelt-, Katastrophen-, oder Verbraucherschutz wäre gesellschaftliches Leben nicht denkbar. "Freiwilliges Engagement bedeutet nicht nur, anderen - oft schwächeren oder hilfsbedürftigen - Menschen zu helfen und sie zu unterstützen, sondern gibt den Engagierten auch ein Gefühl der Freude dafür, etwas für andere zu tun und gebraucht zu werden. Jungen Menschen vermittelt freiwilliges Engagement darüber hinaus vielfältige soziale, persönliche und fachliche Kompetenzen und verbessert die Chancen für den Eintritt ins Berufsleben" betont Bundesministerin .

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert Infrastrukturen des bürgerschaftlichen Engagements mit einer Vielzahl von Programmen und Projekten:

Mehrgenerationenhäuser

Das Aktionsprogramm sieht vor, bis zum Jahr 2010 in allen Städten und Landkreisen Deutschlands ein Mehrgenerationenhaus als Forum für familienorientierte Dienstleistungen, Erziehungs- und Familienberatung zu schaffen. Die offenen Tagestreffs für jüngere und ältere Menschen verstärken die Infrastruktur, die die Gesellschaft zusammenhält und fördern und erschließen bürgerschaftliches Engagement. Sie verbinden freiwillige Nächstenhilfe, Selbsthilfe und professionelle Unterstützung zu einem umfassenden Angebot für Menschen jeden Alters. Mit den Mehrgenerationenhäusern soll ein Zentrum für bezahlbare familiennahe Dienstleistungen in jeder Region entstehen.

Freiwilliges Soziales / Freiwilliges Ökologisches Jahr

Die Bundesregierung beteiligt sich an der Finanzierung des Freiwilligen Sozialen und Freiwilligen Ökologischen Jahres. Sie achtet dabei besonders darauf, dass die jungen Freiwilligen im Rahmen ihres Engagements die Chance erhalten, sich weiter zu qualifizieren und wertvolle Kompetenzen zu erwerben, die ihnen später weiterhelfen. Ein neues Modellprogramm "Kompetenzerwerb benachteiligter Jugendlicher im Rahmen des Freiwilligen Sozialen / Ökologischen Jahres" soll im kommenden Jahr verstärkt jungen Menschen aus bildungsfernen Schichten den Zugang zum freiwilligen Engagement erleichtern. Jährlich werden rund 18.000 Plätze für die Freiwilligen und rund 4000 Plätze für Wehrdienstverweigerer gefördert, die ein Freiwilliges Jahr anstelle des Zivildienstes leisten.

Generationsübergreifende Freiwilligendienste (GüF)

Das Modellprogramm soll neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements neben dem klassischen Vereins- und Verbandslebens erschließen. Mehr als 50 Projekte proben bereits bundesweit neue Angebote für Freiwillige. Im Juni 2006 waren in ganz Deutschland rund 3500 Freiwillige in 52 Modellprojekten von 140 Trägern und über 430 Standorten aktiv. Einsatzfelder sind Schulen, Kindertagesstätten, Familien, Stadtteilzentren, stationäre Einrichtungen und Hospize. Menschen jeden Alters übernehmen Verantwortung für Junge, für Alte, für Behinderte, Schülerinnen und Schüler oder für Familien, die besondere Lasten tragen. Ziel ist die Förderung eines neuen Miteinanders der Generationen und die Stärkung einer Kultur der Freiwilligkeit.

Lokale Bündnisse für Familie

Die Bundesinitiative Lokale Bündnisse für Familie will Akteure in den Kommunen anregen, sich Partner aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden, Vereinen, Einrichtungen und Initiativen zu suchen, um gemeinsam vor Ort die Bedingungen für Familien zu verbessern. Das Bundesfamilienministerium finanziert gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds ESF ein Servicebüro, das kostenlos Beratung und Unterstützung bei Gründung, Themenfindung, Arbeitsorganisation, Weiterentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit anbietet. Derzeit ist das Servicebüro in 629 Kommunen aktiv; in 352 Kommunen haben sich bereits lokale Bündnisse gegründet.

Erfahrungswissen für Initiativen

Das Modellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen" (EFI) schult ältere Menschen zu seniorTrainer und seniorTrainerinnen, die ihr Erfahrungswissen zur Beratung und Begleitung von Freiwilligeninitiativen, Einrichtungen, Vereinen und Verbänden oder zum Aufbau eigener Projekte einsetzen. Das Modellprogramm hat 2004 begonnen. Seither sind durch das Engagement und in der Regie der EFI-Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer viele hundert neue Freiwilligenprojekte entstanden.

Initiative Bürgerstiftungen

Die "Initiative Bürgerstiftungen" entwickelt die Idee der Bürgerstiftung weiter, mit dem Ziel Stiftungen flächendeckend in regionalen Infrastrukturen zu verankern. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei die Förderung des generationsübergreifenden ehrenamtlichen Engagements. Auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beteiligen sich die Bertelsmann-Stiftung, die Körber-Stiftung, die Klaus Tschira-Stiftung und der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Aufbau eines Kompetenzzentrums zum Thema Bürgerstiftung.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: http://www.bmfsfj.de

Servicetelefon: 01801 90 70 50
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BMFSFJ Internetredaktion

Pressemitteilung Nr. 183/2007
Veröffentlicht am 17.04.2007
Thema: Ältere Menschen
Demografischer Wandel ist auch Chance für Europa

Bundesfamilienministerin und EU-Kommissar eröffnen Kongress im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft

Unter dem Titel "Demografischer Wandel als Chance: Wirtschaftliche Potenziale der Älteren" veranstaltet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Europäischen Kommission am 17. und 18. April 2007 einen europäischen Kongress in Berlin. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen , und der EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, Vladimír ¦pidla , betonen heute anlässlich der Eröffnung die Bedeutung der älteren Generation für Europa: "Ältere Menschen können mit ihren Erfahrungen, ihrem Engagement und nicht zuletzt mit ihrer Wirtschaftskraft einen wichtigen Beitrag zu Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung leisten."

In Ihrer Rede vor rund 400 Kongressteilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen EU-Mitgliedsstaaten sagte Ursula von der Leyen: "Von dieser Veranstaltung sollten folgende Botschaften ausgehen:

  • Ältere Menschen sind ein Reichtum für unsere Gesellschaft. Sie haben Kompetenzen und Potenziale.
  • Ältere Menschen werden in unserer Gesellschaft gebraucht - wir wollen ihr Erfahrungswissen gewinnen, für ein besseres Miteinander der Generationen, für wirtschaftliches Wachstum und für den Arbeitsmarkt.
  • Mit der 'silver economy' kann sich Europa einen wachsenden, lukrativen Markt erschließen und weltweit zum Trendsetter werden."

Fast alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verzeichnen die gleichen Entwicklungen: Die Geburtenrate ist seit Mitte der sechziger Jahre gesunken. 1970 lag die Geburtenrate in der EU der 25 bei 2,35, heute liegt sie bei 1,52. Die Bevölkerung von fast 500 Millionen wird in den jetzt 27 Staaten in den nächsten Jahrzehnten deutlich sinken. Die Gruppe der Arbeitsfähigen im Alter zwischen 15 und 65 wird um etwa 50 Millionen zurückgehen, während die Zahl der über 80 Jährigen sich etwa verdreifachen wird. Das große Potenzial dieser so genannten "silver economy" belegt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Danach verfügt die Generation der über 60 Jährigen in Deutschland über eine Kaufkraft von 316 Milliarden Euro - und erbringt damit fast ein Drittel des gesamten privaten Konsums. Dieser Anteil wird bis 2050 rein aus demografischen Gründen auf 386 Milliarden Euro steigen und damit mehr als 41 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen.

Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es, die wirtschaftlichen Potenziale älterer Menschen stärker in den Blick zu nehmen und den grenzüberschreitenden Diskurs in Europa fortzusetzen. Die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft tauschen Erfahrungen aus und diskutieren über Strategien im Umgang mit dem demografischen Wandel.

Der Kongress präsentiert Praxisbeispiele aus verschiedenen EU-Staaten, die zeigen, welche Chancen für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung der demografische Wandel bieten kann. Sie machen deutlich, wie die Wirtschaft davon profitieren kann, wenn sie ältere Menschen aktiv einbindet, etwa bei der Produktentwicklung oder in der Unternehmensberatung. Die Praxisbeispiele zeigen aber, wie ältere Menschen von guten Produkten und Dienstleistungen für mehr Lebensqualität im Alter profitieren können, wenn Unternehmen ihre Konsumwünsche und Bedürfnisse ernst nehmen. Namhafte Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellen ihre Konzepte dazu vor.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt die EU-Ratspräsidentschaft unter den Leitgedanken "Den demografischen Wandel als Chance begreifen und Chancengleichheit für alle in Beruf und Gesellschaft fördern". Der Schwerpunkt "Erfahrung ist Zukunft: Chancen erkennen - Erfahrungswissen nutzen - Märkte erschließen" wird durch folgende Initiativen unterstützt:

  • Der Rat für Arbeit, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz hat am 22. Februar eine von Deutschland eingebrachte Entschließung angenommen: "Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels in Europa: Beitrag der älteren Menschen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung". Die Entschließung enthält konkrete Vorschläge, wie die Potenziale älterer Menschen gezielt für Wirtschaft und Gesellschaft, für ein Mehr an Zusammenarbeit und ein besseres Verhältnis zwischen den Generationen genutzt werden können.
  • Im Rahmen der Teampräsidentschaft haben sich Deutschland, Slowenien und Portugal auf ein gemeinsames Arbeitsprogramm verständigt, die dem Thema "demografischer Wandel" einen dauerhaften Platz auf der europäischen Agenda sichert.
  • Die EU-Kommission hat eine hochrangige Expertengruppe eingerichtet, die sich mit den Fragen des demografischen Wandels, unter anderem auch mit der von Deutschland initiierten Europäischen Allianz für Familie, befasst.

Weitere Informationen über Schwerpunkte und Veranstaltungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft finden Sie hier .

Links:
Weitere Informationen
Demografischer Wandel als Chance - Europäischer Kongress in Berlin
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: info@bmfsfjservice.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de

Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
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November2008


Freiwilligen Agentur Dortmund



Für Andere da sein

http://www.caritas-ehrenamt.de


Freiwilligenarbeit – von der Herzensangelegenheit zur Selbstausbeutung?
Geschrieben von Maren Schüpphaus & Philippe Fortuné
 
Heinz Schüpphaus
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Senioren Internetclub Dortmund
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