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Freiwilliges Engagement wächst: Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich Ursula von der Leyen: "Das ist eine beeindruckende Zahl!" Immer mehr Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Fast jeder Dritte über 14 Jahre hat ein Ehrenamt inne. Mehr als 23,4 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder haben freiwillig bestimmte Aufgaben und Tätigkeiten übernommen, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Sportvereinen oder politischen Parteien. Das ist das Ergebnis des Freiwilligensurveys für das Jahr 2004. Gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 1999 ist das ein Plus von zwei Prozent. "Diese Zahl ist beeindruckend", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen . "Wir brauchen bürgerschaftliches Engagement heute mehr denn je. Früher stellte die Familie das entscheidende soziale Netzwerk dar, aus dem heraus Hilfe in Notlagen aber auch im Alltag gegeben wurde. Hier haben sich die Strukturen stark verändert. Die klassische Großfamilie gibt es kaum noch. Also müssen wir erkennen, wo wir die Chance haben, neue Strukturen und Netzwerke des sozialen Engagements, des Ehrenamtes zu nutzen." Auch die Intensität des freiwilligen Engagements hat im Vergleich zu 1999 zugenommen: Die Anzahl der Tätigkeiten, die Freiwillige übernehmen, ist gestiegen. Nicht nur die Zahl der freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürger ist gewachsen, sondern auch die derjenigen, die zu freiwilligem Engagement bereit sind. 1999 waren es 26 Prozent, 2004 schon 32 Prozent. "Dieses Potenzial müssen wir auch angesichts der demografischen Entwicklung nutzen", sagt Ursula von der Leyen. Die Ergebnisse des zweiten Freiwilligensurveys zeigen: Freiwilliges Engagement hat immer mehr Zuspruch. Der Staat allein könne die zivilgesellschaftliche Verantwortung nicht tragen, deshalb sei es umso wichtiger, dass sich Jung und Alt für einander einsetzten und Verantwortung für einander übernehmen. "Nicht nur unsere Demokratie, auch unsere Wirtschaft, soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf der Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement weiter zu verbessern", so die Ministerin. Der Freiwilligensurvey 2004 ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum zweiten Mal nach 1999 vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung erstellt worden. In einer telefonischen Umfrage wurden rund 15.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren nach ihrem freiwilligen Engagement befragt. Links: Ausgewählte Publikationen zum Thema Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 - 2004 BMFSFJ Internetredaktion Pressemitteilung Nr. 24/2006 Veröffentlicht am 30.03.2006 |
Wer kann Bufdi werden? «Egal ob jung oder alt, Mann oder Frau: Bufdi kann fast jeder werden», sagt Antje Mäder vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Einzige Voraussetzung sei, dass man die Vollzeitschulpflicht erfüllt habe. Wo kann man arbeiten? Die Einsatzgebiete von Bufdis und Zivis sind identisch: Beide arbeiten in Krankenhäusern oder Behindertenheimen, aber auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport. Der Zivildienst dauerte jedoch am Ende aber nur noch sechs Monate. Den BFD kann man bis zu 24 Monaten machen. Und beim BFD bekommt man mit höchstens 330 Euro weniger Geld. Beim Zivildienst kam man im Schnitt auf ein Sold von rund 450 Euro. Für wen ist der neue BFD interessant? «Er ist vor allem zur Überbrückung gut», sagt Mäder. «Wenn zwischen Schule und Ausbildung oder Schule und Studium eine Zeitspanne liegt, die gefüllt werden muss, dann kann der BFD eine Alternative sein.» Er eigne sich aber auch für diejenigen, die zurück in den Beruf wollen oder die ihren Beruf bereits beendet haben. Was bringt mir der BFD? «Junge Menschen können die Zeit zur beruflichen Orientierung nutzen. Sie bekommen zum ersten Mal einen Einblick in die Arbeitswelt», erklärt Mäder. Außerdem würden soziale Kompetenzen aufgebaut, die man später immer wieder brauche. Man lerne etwa Teamarbeit. «Und es bringt mir Lebenserfahrung. Man ist bis dahin doch meistens noch nicht mit kranken und hilfsbedürftigen Menschen in Berührung gekommen.» Wo bewerbe ich mich? Zunächst sollte überlegt werden, wo man überhaupt hin will: Interessiert mich eher der soziale, der kulturelle oder der ökologische Bereich? «Dann spricht man die Einrichtung an. Das kann etwa ein neues Kultur-Café sein, dass bei mir um die Ecke aufgemacht hat», so Mäder. Es sollte nur eine vom BFD anerkannte Einrichtung sein. Dann werden mit der Einrichtung die konkreten Bedingungen ausgehandelt wie Arbeitszeiten, Taschengeld, Betreuung und ein Vertrag unterschrieben. Wo bekommt man Orientierung? «Am besten schaue ich zunächst einmal in die Internet-Börsen wie freiwilligendienst.de», rät Mäder. Dort bekomme man einen guten Einblick, was angeboten wird. Weiter helfen auch Regionalbetreuer, die es in jedem Bundesland gibt. Was ist der Unterschied zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)? Es gibt eigentlich nur zwei Unterschiede, sagt Mäder. Den BFD kann jeder
machen. Beim FSJ dürfe der Bewerber nicht älter als 27 Jahre sein.
Außerdem kann der BFD das ganze Jahr über begonnen werden. Das FSJ
startet in der Regel im September. |
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![]() Heinz Schüpphaus |
Reaktionen,Beiträge und Änderungswünsche sind uns willkommen. E- Mail bitte an den: Senioren Internetclub Dortmund |
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