Freiwilligen-Agentur-Dortmund

Anlaufstation für ehrenamtliche Helfer
Ruhrnachrichten vom 26.3.03

Zum Sozialkapital der Stadt gehören 30.000 Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Doch die Tendenz ist rückläufig, das Engagement weniger langfristig, und weniger weltanschaulich gebunden. Dazu kommt, dass die Bürger, die helfen wollen, oft nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen.
Eine Anlaufstelle für Ehrenamtliche und Bindeglied zwischen möglichen Helfern und helfenden Organisationen soll die Freiwilligen-Agentur werden.
Ihre Gründung wurde bereits im November 2001 vom Rat beschlossen und im Februar dieses Jahres vollzogen. Im Juli wird sie die eigentliche Vermittlungsarbeit aufnehmen.
Träger ist der eigens aus der Taufe gehobene Verein zur Förderung der Freiwilligen Tätigkeit in Dortmund. Zu seinen Mitgliedern zählen neben der Stadt neun Organisationen wie die Caritas, das Rote Kreuz, der Stadtsportbund, der Paritätische Wohlfahrtsverein und die Arbeiterwohlfahrt.
Vorläufig ist die Freiwilligen Agentur zentral im Stadthaus untergebracht. Die Stadt stellt mit Oliver Hesse einen Mitarbeiter und den Sachmitteletat. OB Dr. Gerhard Langemeyer: "Wir sind als Stadt mit Personal und Raum in Vorlage gegangen, wenn mehr Menschen für die Agentur auf freiwilliger Basis tätig werden, sind wir auch als Stadt bereit, mehr Räumlichkeiten bereitzustellen". Die inhaltliche Trägerschaft liegt beim Verein.
Bislang - ohne jede Öffentlichkeitsarbeit - haben sich bereits 20 hilfswillige Personen bei der Agentur gemeldet, berichtet Hesse. Er geht davon aus, dass es bis Juli mehr werden. Auf der Seite derjenigen, die Hilfe gebrauchen können, haben sich bisher 18 Interessenten registrieren lassen.
Oliver Hesse , der gestern im Verwaltungsvorstand über den Fortschritt der Agentur berichtete, ist dabei, eine Datenbank zu installieren, die Helfer und Hilfsorganisationen zusammenbringt. Darüber hinaus wird es  einen Perspektivworkshop geben mit 40 bis 50 Fachleuten im Bereich der Freiwilligenarbeit. Die Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen und der Verwaltung wollen ein Leitbild für die Freiwilligen-Agentur entwickeln und ein Kooperationsnetz für Dortmund aufbauen.

Die Freiwilligen-Agentur ist im Stadthaus zu erreichen, Eingang Kleppingstraße, Zimmer 240. Ansprechpartner ist Oliver Hesse , Telefon 50-27232,

E-Mail:  freiwilligenagentur@dortmund.de

 Ohne sie läuft nichts
RN aus Juli 2004(stark gekürzt)

Es wird hingewiesen auf die Freiwilligen-Agentur Dortmund. Sie vermittelt aus einem Pool von derzeit 380 freien Stellen.



November2008


Freiwilligendienste für den Zusammenhalt der Generationen

Artikel vom 6.9.2005


Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Bundesministerin Renate Schmidt zur Bedeutung der neuen "Generationsübergreifenden Freiwilligendienste"

Wie können Menschen aller Altersgruppen für zivilgesellschaftliches Engagement gewonnen werden? Wie kann die Verantwortung der Generationen füreinander gestärkt werden? Wodurch können sich die Potentiale der verschiedenen Generationen, gerade auch der älteren, am besten entfalten? In 50 Modellprojekten zu "Generationenübergreifenden Freiwilligendiensten" entwickelt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Antworten für die Zukunft der Zivilgesellschaft. Heute diskutieren Bundesministerin Renate Schmidt und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse mit 200 Projektverantwortlichen, Freiwilligen und Trägern in Berlin bei der Auftaktveranstaltung "Gemeinsam aktiv - Impulse für die Zivilgesellschaft" zum Bundesmodellprogramm über generationsübergreifende Freiwilligendienste.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt , erklärte: "Deutschland wird zu einem Land des langen Lebens. Zivilgesellschaftliches Engagement muss unkonventioneller möglich werden, auch jenseits des 65. Lebensjahres und während des Berufslebens. Generationenübergreifende Freiwilligendienste sind eine Werkstatt für unsere Gesellschaft, denn sie können Menschen in jedem Lebensalter die Chance auf Teilhabe und Mitgestaltung geben. Dadurch stärken wir die Gemeinsamkeit und den Zusammenhalt der Generationen. Ich möchte erreichen, dass sich die bürgerliche Gesellschaft zur aktiven Zivilgesellschaft entwickelt."

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hob hervor: "Wir wollen keine Gesellschaft, in der nur das Monetäre zählt. Der Mensch darf nicht reduziert werden auf seine beiden marktgemäßen Rollen, nämlich Arbeitskraft und Konsument zu sein. Das widerspricht seinem Wesen als Teil einer sozialen Gemeinschaft. Sicher ist es in unserer auf Erwerbstätigkeit ausgerichteten Gesellschaft immer noch so, dass in erster Linie leider das zählt, was auf dem Gehaltszettel steht. Das bestimmt den Status und das Ansehen mehr als Hilfsbereitschaft oder als soziales, gemeinwohlorientiertes Engagement. Das muss aber nicht so bleiben und wird auch nicht so bleiben, wenn wir die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements stärker herausstellen - mit einer Kultur der Anerkennung."

Das Bundesmodellprogramm "Generationenübergreifende Freiwilligendienste" mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Haushaltsvolumen von 10 Mio. Euro umfasst über 50 Projekte, in denen eine neue Angebotsstruktur für Freiwilligendienst erprobt wird. Es geht zurück auf die von Bundesministerin Renate Schmidt eingesetzte Kommission "Impulse für die Zivilgesellschaft - Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland". Diese Kommission hatte in ihrem Abschlussbericht 2004 empfohlen, neben den bestehenden freiwilligen Jahren für jüngere Menschen, dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr, und neben dem bürgerschaftlichen Engagement auch ein Angebot für generationsübergreifende Freiwilligendienste aufzubauen.

Im ersten Förderjahr des Modellprogramms werden 2.681 Freiwilligendienstplätze aufgebaut. Einsatzfelder für die Freiwilligen aller Generationen sind Schule, Familien, Stadtteilzentren, stationäre Einrichtungen und Hospize. Die Freiwilligen dürfen qualifizierte Fachkräfte nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Für die Qualifizierung der Freiwilligen und eine entsprechende Anerkennungskultur für Freiwillige soll das Bundesmodellprogramm Hinweise und Anregungen geben. Das Modellprogramm wird wissenschaftliche begleitet und evaluiert durch das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg (ZZE) unter Leitung von Prof. Dr. Klie. Mit dem Bundesmodellprogramm soll zugleich in Erfahrung gebracht werden, ob und welche gesetzgeberischen Initiativen notwendig sind, um Freiwilligendienste noch stärker in unserer Gesellschaft zu verankern.



[PDF] Kurzdarstellung fünf ausgewählter Projekte des Modellprogramms "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" (35 kB)

 

 

2006
Freiwilliges Engagement wächst:
Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich
Ursula von der Leyen Fotorechte: BMFSFJ
Ursula von der Leyen: "Das ist eine beeindruckende Zahl!"

Immer mehr Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Fast jeder Dritte über 14 Jahre hat ein Ehrenamt inne. Mehr als 23,4 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder haben freiwillig bestimmte Aufgaben und Tätigkeiten übernommen, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Sportvereinen oder politischen Parteien. Das ist das Ergebnis des Freiwilligensurveys für das Jahr 2004. Gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 1999 ist das ein Plus von zwei Prozent.

"Diese Zahl ist beeindruckend", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen . "Wir brauchen bürgerschaftliches Engagement heute mehr denn je. Früher stellte die Familie das entscheidende soziale Netzwerk dar, aus dem heraus Hilfe in Notlagen aber auch im Alltag gegeben wurde. Hier haben sich die Strukturen stark verändert. Die klassische Großfamilie gibt es kaum noch. Also müssen wir erkennen, wo wir die Chance haben, neue Strukturen und Netzwerke des sozialen Engagements, des Ehrenamtes zu nutzen."

Auch die Intensität des freiwilligen Engagements hat im Vergleich zu 1999 zugenommen: Die Anzahl der Tätigkeiten, die Freiwillige übernehmen, ist gestiegen. Nicht nur die Zahl der freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürger ist gewachsen, sondern auch die derjenigen, die zu freiwilligem Engagement bereit sind. 1999 waren es 26 Prozent, 2004 schon 32 Prozent.

"Dieses Potenzial müssen wir auch angesichts der demografischen Entwicklung nutzen", sagt Ursula von der Leyen. Die Ergebnisse des zweiten Freiwilligensurveys zeigen: Freiwilliges Engagement hat immer mehr Zuspruch. Der Staat allein könne die zivilgesellschaftliche Verantwortung nicht tragen, deshalb sei es umso wichtiger, dass sich Jung und Alt für einander einsetzten und Verantwortung für einander übernehmen. "Nicht nur unsere Demokratie, auch unsere Wirtschaft, soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf der Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement weiter zu verbessern", so die Ministerin.

Der Freiwilligensurvey 2004 ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum zweiten Mal nach 1999 vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung erstellt worden. In einer telefonischen Umfrage wurden rund 15.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren nach ihrem freiwilligen Engagement befragt.

Links:
Ausgewählte Publikationen zum Thema
Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 - 2004
BMFSFJ Internetredaktion
Pressemitteilung Nr. 24/2006
Veröffentlicht am 30.03.2006



4.7.11

Bufdis erledigen die gleichen Aufgaben wie Zivis - allerdings dürfen sie länger Dienst leisten und bekommen weniger Geld. (Bild: dpa)

Wer kann Bufdi werden?

«Egal ob jung oder alt, Mann oder Frau: Bufdi kann fast jeder werden», sagt Antje Mäder vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Einzige Voraussetzung sei, dass man die Vollzeitschulpflicht erfüllt habe.

Wo kann man arbeiten?

Die Einsatzgebiete von Bufdis und Zivis sind identisch: Beide arbeiten in Krankenhäusern oder Behindertenheimen, aber auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport. Der Zivildienst dauerte jedoch am Ende aber nur noch sechs Monate. Den BFD kann man bis zu 24 Monaten machen. Und beim BFD bekommt man mit höchstens 330 Euro weniger Geld. Beim Zivildienst kam man im Schnitt auf ein Sold von rund 450 Euro.

Für wen ist der neue BFD interessant?

«Er ist vor allem zur Überbrückung gut», sagt Mäder. «Wenn zwischen Schule und Ausbildung oder Schule und Studium eine Zeitspanne liegt, die gefüllt werden muss, dann kann der BFD eine Alternative sein.» Er eigne sich aber auch für diejenigen, die zurück in den Beruf wollen oder die ihren Beruf bereits beendet haben.

Was bringt mir der BFD?

«Junge Menschen können die Zeit zur beruflichen Orientierung nutzen. Sie bekommen zum ersten Mal einen Einblick in die Arbeitswelt», erklärt Mäder. Außerdem würden soziale Kompetenzen aufgebaut, die man später immer wieder brauche. Man lerne etwa Teamarbeit. «Und es bringt mir Lebenserfahrung. Man ist bis dahin doch meistens noch nicht mit kranken und hilfsbedürftigen Menschen in Berührung gekommen.»

Wo bewerbe ich mich?

Zunächst sollte überlegt werden, wo man überhaupt hin will: Interessiert mich eher der soziale, der kulturelle oder der ökologische Bereich? «Dann spricht man die Einrichtung an. Das kann etwa ein neues Kultur-Café sein, dass bei mir um die Ecke aufgemacht hat», so Mäder. Es sollte nur eine vom BFD anerkannte Einrichtung sein. Dann werden mit der Einrichtung die konkreten Bedingungen ausgehandelt wie Arbeitszeiten, Taschengeld, Betreuung und ein Vertrag unterschrieben.

Wo bekommt man Orientierung?

«Am besten schaue ich zunächst einmal in die Internet-Börsen wie freiwilligendienst.de», rät Mäder. Dort bekomme man einen guten Einblick, was angeboten wird. Weiter helfen auch Regionalbetreuer, die es in jedem Bundesland gibt.

Was ist der Unterschied zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)?

Es gibt eigentlich nur zwei Unterschiede, sagt Mäder. Den BFD kann jeder machen. Beim FSJ dürfe der Bewerber nicht älter als 27 Jahre sein. Außerdem kann der BFD das ganze Jahr über begonnen werden. Das FSJ startet in der Regel im September.

 


Aktiv sein im Alter

Reisen

Altenakademie

Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V.

Senioren-Uni

Für Andere da sein

kneipp-verein-dortmund

Radfahren

Sport

Zwar

Wandern

ProKultur

 
Heinz Schüpphaus
Reaktionen,Beiträge
und Änderungswünsche
sind uns willkommen.
E- Mail bitte an den:
Senioren Internetclub Dortmund
Logo Senioren Internetclub Dortmund Entwurf: Renate Hittig

Zur Programmseite des WHH