![]() Hauptbahnhof: Umbauarbeiten nicht vor 2017 beendet DORTMUND An Verspätungen hat man sich bei der Bahn gewöhnt. |
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3do Der neue Bahnhof für Dortmund wird barrierefrei und seniorengerecht. Dortmund zählt zu den wichtigsten Bahnknotenpunkten in Deutschland, mit IC- und ICE-Verbindungen in viele Zentren Europas. 41 Millionen Menschen nutzen jährlich den Dortmunder Hauptbahnhof, der damit auch eine Visitenkarte der Stadt sein sollte.
Die Realität schaut allerdings anders aus: Modern und funktionsgerecht
ist der jetzige Bahnhof schon lange nicht mehr; vielerorts wird der Zweckbau
aus dem Jahr 1951 sogar als "Pommesbude mit Gleisanschluß" verspottet. Deutsche Bahn bewilligt Umbau
Nicht mehr lange, dann war am Dortmunder Hauptbahnhof die längste
Zeit die Rede vom "erbärmlichen Erscheinungsbild". Der Knoten ist geplatzt
Dortmunds Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer (SPD) zeigte sich erleichtert über den Beschluss: "Der Knoten ist geplatzt. Die Dortmunder bekommen nun endlich einen Bahnhof, der der Größe der Stadt entspricht. Er wird eine herausragende Adresse sein." Als nächstes müsse nun ein Termin für die Vertragsunterzeichnung zwischen den Beteiligten gefunden werden. Auch NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) zeigte sich erfreut. "Das ist ein starkes Signal für Dortmund und ein klares Bekenntnis zum Ruhrgebiet", erklärte er in Düsseldorf. 3do-Finanzierung offenbar gesichert Lange Zeit war unklar, ob der seit Jahren geplante Umbau finanziert werden könne. Nun hat offenbar der portugiesische Investor Sonae Sierra, der bereits 2001 das Projekt "3do" vorgestellt hatte, die Finanzspritze in Höhe von 275 Millionen Euro zugesichert. Hinzu kommen 132 Millionen Euro von Bund und Land NRW. Weitere rund 150 Millionen Euro sollen durch Investitionen der Mieter und der Stadt Dortmund gesichert sein. "3do" steht zum einen für die drei Partner Bahn, Investor und Stadt und zum anderen für Reisen, Einkaufen und Freizeit. Der lange Weg bis dahin
Das "UFO" war im Jahr 1997 der erste Planungsversuch, den
Dortmunder Bahnhof aufzuwerten: Mit einem 80.000 qm großen, futuristisch
anmutenden flachen Rundbau auf dem bisherigen Bahnhofsgebäude. 3do
So heißt das Projekt, dessen Pläne die Stadt Dortmund
nach dem Scheitern von "UFO" erstmals im Oktober 2001 öffentlich vorstellten. In einer Public-Private-Partnership haben schließlich
der portugiesische Investor Sonae, die Deutsche Bahn AG und die Stadt Dortmund
das Projekt 3do aus der Taufe gehoben. Nach mehreren Korrekturen sahen die Pläne
für den neuen Bahnhof ein 200 Meter breites Gleisbett vor, das von
einem viergeschossigen, 45 Meter hohen Gebäudekomplex überspannt
ist. Erste Hemmnisse
Kaum war das Projekt vorgestellt, als sich abzeichnete, dass
die 3do-Planungstroika aus Sonae, Bahn und Stadt in unterschiedliche Richtungen
zog. Auch die Kommunalpolitiker wurden sich uneinig: Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen im Stadtrat erklärte 3do bereits für tot; und auch die CDU-Fraktion distanzierte sich von dem Projekt. Lange Zeit schien es, als sei 3do der Wunschtraum einiger weniger, allen voran Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer, SPD. Dabei drängte die Zeit: Der Bahnhofsumbau sollte eigentlich zur Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2006 fertig sein. und die überraschende Wende
22.September 2004: Ein wichtiger Tag für 3do. NRW-Verkehrsminister
Axel Horstmann höchstpersönlich überbrachte das "Go" aus dem Bundesverkehrsministerium.
Und, genauso wichtig, eine Förderzusage des Landes über 55 Millionen
Euro. 27. Oktober 2004: Der Haushaltsausschuss des Bundestags sagt eine Förderung von 75 Millionen Euro für 3do zu. Das Geld soll überwiesen werden, sobald die Deutsche Bahn AG und der portugiesische Investor Sonae die Kooperationsverträge unterschreiben. 13. Januar 2005: Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, sein NRW-Kollege Axel Horstmann und Bahnchef Hartmut Mehdorn einigen sich auf einen Baubeginn noch im Jahr 2005. Die entsprechenden Verträge zwischen Bahn und Sonae sollen im März 2005 unterzeichnet werden. 31. Januar 2005: Die Bahn AG hat die Förderanträge für 3do beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Dieses muss die Pläne auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen, bevor die Fördermittel von Land und Bund (zusammen 130 Millionen Euro) frei gegeben werden. Trotzdem gibt sich die Bahn optimistisch: Zum Fahrplanwechsel im Juni 2005 solle mit dem Bau begonnen werden, verkündet sie. 24.Januar 2006: Das Planfeststellungsverfahren ist offiziell
abgeschlossen; die Bahn hat den Baubeschluß gefasst. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft
soll jetzt endgültig mit den Bauarbeiten begonnen werden.
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![]() Werner Porsche |
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