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Als im Jahre 2002 in unserer Stadt das neue Konzerthaus eröffnet wurde, war das geflügelte Nashorn zu seiner Symbolfigur geworden, da diese Tiere, ohne Flügel und damit bodenständig, mit feinstem Gehör und unabhängig voneinander beweglichen Ohren ausgestattet sind, die ein 360°-Akustikerlebnis gestatten. Warum aber eine geflügelte Chimäre und kein Original? Vielleicht um den Betrachter oder dessen Geist zu beflügeln? |
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Nachdem Berlin mit seiner Bären-, Hamburg mit einer Wasserträger- und Hamm mit der Elefantenaktion erfolgreich vorausgegangen waren, startete in Dortmund im August 2005 die "City-Marketing-Gesellschaft" die bisher größte Aktion in ihrer siebenjährigen Geschichte durch Aufstellen von zunächst 69 Nashörnern in der gesamten Innenstadt mit Bahnhofsvorplatz, Hansa- und Kleppingstraße, dem Südwall und dem Westen- und Ostenhellweg, dem Hansa- und dem Willy-Brand-Platz. |
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Man hatte sich um private Partner bemüht und sie auch gefunden, etwa 50 an der Zahl. Die enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und der Wirtschaft war und ist bei diesem Projekt schon deswegen wichtig, weil es letzlich auch darum ging, 280.000 € an Sachkosten auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Einschließlich der künstlerischen Gestaltung sind pro Sponsor und Nashorn 3.000 € aufzubringen, während die "CMG" rund 50.000 € beigesteuert hat. |
| Nun zu den Figuren selbst. Sie sind 1,70 m x 2,50 m groß und je 450 kg schwer und auf Betonplatten befestigt, tragen Namen wie "Seepferdchen", "Rennozeros", "Rendezvouzeros" usw. usw. Verziert sind sie in allen Farben des Regenbogens und ganz unterschiedlich gemustert. Die bunten Objekte aus Drahtgestellen mit Verkleidungen aus Kunstharzmatten wurden und werden zwar von Sponsoren zur Verfügung gestellt und künstlerisch gestaltet, für ihre Pflege ist jedoch die "City-Marketing-Gesellschaft" zuständig und für die und die Bewachung sind monatlich im Schnitt 5.000 € aufzubringen. | ![]() ![]() |
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Trotz der fast regelmäßigen Beschädigung vieler Nashörner und den damit verbundenen nicht unerheblichen Kosten für die Initiatoren sind keine Nachwuchssorgen erkennbar, denn inzwischen ist die Herde auf 100 Stück angewachsen. Diese "Wappentiere des Konzerthauses" sollen bis nach der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr an ihren Plätzen verbleiben. Was danach mit ihnen geschehen wird oder geschehen kann, ist gegenwärtig noch unklar. Es ist aber unter anderem sogar ein "Nashorngehege" irgendwo in der Stadt angedacht. |
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| Quellen: www dortmund.de, RUHR NACHRICHTEN Nr. 183 vom 09.08.2005 und Nr. 192 vom 19.08.2005 |
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![]() Heinz Schüpphaus |
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