Zertifikate überreicht

Pflegebegleiter stärken pflegende Angehörige

Aus der Zeitung "Unsere Kirche" vom 10. September 2006

Über eine erfolgreiche Fortbildung freuen sich 30 frischgebackene

Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleiter.



Foto: Stephan Schütze UK 10.9.06


Über eine erfolgreiche Fortbildung freuen sich 30 frischgebackene Pflegebegleiterinnen und Begleiter. Am Sonntag, 21. August 2006, haben sie ihre Zertifikate erhalten.
Das bundesweite Modellprojekt unterstützt und begleitet pflegende Angehörige.
Die Pflegebegleiter haben sich in zwei Kursen in Hörde und in der Heliandgemeinde insgesamt 60 Stunden lang auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Während ihrer Arbeit werden sie kontinuierlich fachlich begleitet.

Der Hintergrund: Der größte Pflegedienst ist weder die Diakonie noch die Caritas oder AWO, sondern die eigene Familie. 90% der älteren Menschen werden zu Hause gepflegt.
Es sind die Angehörigen, die sich um ihre alte Mutter, den Vater oder andere Verwandte kümmern. Doch pflegende Angehörige, die mit pflegebedürftigen Menschen zusammmenleben und für ihre Lebensqualität Sorge tragen, lassen meist ihre eigenen Bedürfnisse außer Acht.
"Wir wissen", so die Projektkoordinatorin Monika Leifels, " dass viele von ihnen sich überfordert fühlen, sich erschöpfen und ihre eigene Gesundheit vergessen."
Sie durch das Engagement von Pflegebegleitern zu stärken und ihren Handlungsspielraum zu erweitern, ist deshalb Ziel des Projektes.
"Pflegebegleiter unterstützen auch Überlegungen und Ideen zur Selbstpflege.", sagt Marlies Schaefer, Projektleiterin für NRW.
"Dabei geht es darum, Zeit für Gespräche zur Verfügung zu stellen, Kontakte zu ermöglichen und Informationen zu vermitteln.
" Pflegebegleiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die pflegenden Angehörigen da zu sein. Sie wissen, dass Pflegende  ihre Aufgabe gut machen wollen, aber dass ihnen oftmals die Zeit fehlt, um sich ausreichend über die vorhandenen Betreuungs- und Entlastungsangeboten in der Stadt zu informieren.
Hier können die Begleiter wertvolle Tipps geben.
Sie sind auch da, wenn Angehörige möchten, dass man ihnen einfach nur mal ein mitfühlender Zuhörender sein soll.

In Dortmund und Lünen arbeitet das Projekt Pflegebegleiter unter Federführung des Verbandes deutscher Angestellenkrankenkassen und in Zusammenarbeit mit den Diakonischen Diensten Dortmund, der Diakonie und den Diakonischen Diensten Lünen.

Informationen :Telefon: 0231/8494 - 305  Marlies Schäfer

Telefon: 0231/50 - 2 33 11 Seniorenbüro DO - Hörde, Stella Schlichtung

 


Ohne Angst aussteigen

Ruhr-Nachrichten vom 12.09.2006 gekürzt

                    Einmalig in NRW : Essener Verkehrs AG bietet Senioren-Begleitservice

Manchmal zeigt sie sich noch, die Sorge,nicht schnell genug aus der Straßenbahn zu kommen.
20 Ein-Euro-Jobber arbeiten als Seniorenbegleiter, seit die EVAG den kostenlosen Service im November 2005 eingeführt hat - bisher als einziger Verkehrsbetrieb in NRW.

" Wir wollen Senioren helfen,die Angst am Bahnhof haben, unsicher sind beim Ein - Aussteigen oder am Fahrscheinautomaten", erklärt Wolgang Imm, der das Projekt koordiniert.
Christine Töbel kennt diese Angst genau. Durch Knieprothesen zieht sie ein Bein nach.Jede Treppe - ein Hindernis, aber auch das" Rein und Raus in der Straßenbahn ist eine Qual für mich " sagt sie. Seit Februar kommt Frau Walburga Scheller und begleitet sie bis 4x die Woche. Längst ist Frau Schneller nicht mehr nur Begleiterin sondern - ganz wichtig - Zuhörerin.

"Wenn auch 1,25 € wenig sind, doch bin ich froh, den Wecker wieder für etwas stellen zu können und etwas Sinnvolles tun, sei so schön, so schön", sagt Frau Scheller.



Foto Aßmann RN 12.9.06

Ein Euro -Jobberin Walburga Scheller begleitet Christine Töbel in Essener Bussen und Bahnen zum Arzt oder auch zum Einkaufen.


Freude am Leben wecken

Ruhr-Nachrichten vom 15.09.2006 gekürzt

Evangelische Kirche und Seniorenbüro DO-Hörde suchen Betreuer

                                        Familienersatz, Wegebegleiter, Zuhörer und Mitmenschen

Die evangelische Kirche und das Seniorenbüro suchen freundliche und dem Alter aufgeschlossene Mitbürger, die Senioren aus der Einsamkeit ins gesellschaftliche Leben führen. Stella Schlichting vom Seniorenbüro und die Pfarrerin Angelika Dicke sehen die ehrenamtlichen Seniorenbetreuer nicht als Fachleute - " aber sie werden gründlich Bescheid wissen," sagen sie über die Seminar-inhalte. Gesprächsführung, um erst einmal die Türen zu öffnen, Vertrauen aufzubauen, grenzen zu erfahren, Demenz, ein Helfersystem und viele andere Seniorenthemen.

"Alleinstehende Senioren ziehen sich oft unbemerkt aus dem öffentlichen Leben zurück. Vielleicht trauern sie noch nach dem Tod des Ehepartners , sind unsicher, wissen nichts von den Freizeitangeboten in der Nachbarschaft oder Angst vor dem Unbekannten," berichtet Angelika Dicke aus dem Alltag der evangelischen Gemeinde.

Manche können nicht mehr gut laufen oder die Familie" ist nicht mehr so verfügbar wie früher" begründet Stella Schlichting, die Not der Älteren. Die Seniorenbetreuer sollen neue Wege ebnen, ermutigen, animieren und ( Lebens-) Freude vermitteln. " Sie können auch einfach mal vorlesen aus der Zeitung, die Nachrichten aus den Stadtteilen sind für die Senioren wichtig. Oder einfach nur zuhören", sagt Angelika Dicke. Denn viele Einsame haben ein großes Mitteilungsbedürfnis, weil Ihnen ein Gesrächspartner fehlt.

Informationen: Seminare im Zwei-Wochenrhytmus von 10 - 12 Uhr

Anmeldungen: Telefon : 0231/ 94 30 243  Gemeindebüro

                              Telefon: 0231/ 50 - 2 33 11  Seniorenbüro



Foto Bandermann RN 15.9.06

Marlies Schäfer und Stella Schlichtung

Telefon: 0231/50 - 2 33 11 Seniorenbüro DO - Hörde

Zertifikat für Seniorenbegleiter

 

Bild aus Sozialhelferdienst

Foto: WHH


"Shopping-Taxi" fährt für Senioren

aus der WAZ vom 3.8.07 (gekürzt ) von Helga Saielli

In Aplerbeck bietet die Caritas zusammen mit der katholischen und evangelischen Gemeinde einen sog. "Einkaufsservice" an. Das Team um Ernst Lahme holt auf Wunsch Senioren von zu Hause ab, um sie zu den örtlichen Geschäften zu fahren und anschließend wieder zurückzubringen. Der Service ist kostenlos, ist aber auf die Geschäfte im Bezirk Aplerbeck beschränkt.

Neben dem Einkaufsservice bietet das Team bereits seit zwei Jahren Beratungen an, und zwar jeden Donnerstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr im Gemeindehaus, Egbertstr. 15.

Diese Hilfe kursiert unter dem Namen "Caritas Kontakt".

Einkaufen mit Begleitung gibt es jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat zwischen 10.00 und 12.00 Uhr.

Das Team "Caritas Kontakt" bittet um frühzeitige Anmeldung unter 4 42 22 87.

Unter der gleichen Nummer gibt es auch jeden Donnerstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr telefonische Beratung.

 
Fotorechte: RN
Kleeblatt für beste Pflege im eigenen Heim

Am 6.4.06 stand in der WAZ ein Artikel über vier Frauen aus Unna, die sich zusammengetan haben und einen ungewöhnlichen Rundumservice im Pflegebereich anbieten.

Ihr oberstes Ziel: Die Menschen sollen ihre Individualität nicht aufgeben müssen. Die Frauen kommen zu den Menschen nach Hause, "erledigen alles, was erledigt werden muss". Sie sind während ihres Dienstes voll in den Haushalt integriert, bei Bedarf auch 24 Stunden am Tag

Jede der Frauen hat ein Spezialgebiet.

Die Kontakte zu den Kleeblattfrauen:

Hannelore Hubschmidt (gelernte Altenpflegerin) für Senioren- und Familienbetreuung 02303/ 12822

Christa Krieger (gelernte Arzthelferin) für Senioren- und Familienbetreuung 02307/38202

Gerda Kasperkowitz (Hauswirtschafterin) für Haushaltsnahe Dienstleistungen 0203/52800

Nora Hüwel (gelernte Krankenschwester) für medizinische Betreuung 0151/19329770

Wichtig: Die Kleeblatt-Damen sind nicht nur als Quartett zu haben sondern - je nach Fall - auch einzeln.
Bei größeren Aufgaben organisieren sie sich, übrigens auch über den Kreis Unna hinaus, auch nach Dortmund und im Märkischen Kreis.

Http://www.pflege.dortmund.de/ 

Http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de

 


Für Andere da sein


Margarita Jakobi
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