Foto: Archiv WHH
Der ehrenamtliche Sozialhelferdienst in Dortmund

ESHD
Foto: Archiv WHH 


Wer kann den ESHD in Anspruch nehmen?

Ältere Menschen, die einen Bedarf haben, können kostenlos auf das freiwillige Angebot des ESHD zurückgreifen. Wichtigste Voraussetzung ist, dass eine Sozialhelferin oder ein Sozialhelfer in unmittelbarer Nähe wohnt.
Derzeit sind im gesamten Stadtgebiet über 100 Damen und Herren im ESHD tätig. Da die Anfragen auf Einsatzwünsche kontinuierlich ansteigen, ist eine größere Anzahl erforderlich, um ein flächendeckendes Angebot an Hilfeleistungen sicherzustellen. Es werden deshalb weitere engagierte Dortmunder Bürgerinnen und Bürger für die ehrenamtliche Sozialhelfertätigkeit gesucht.

Was leisten die ehrenamtlichen Sozialhelfer/innen?

Der Aufgabenbereich ist vielfältig und vom Einzelfall abhängig. Praktische Hilfestellungen bei schriftlichen Arbeiten, Einkäufen und Behördengängen sind ebenso gefragt wie die Vermittlung von anderen sozialen Diensten. Mehr auf die persönliche Zuwendung abgestimmt sind die Anforderungen bei der stundenweisen Vertretung der pflegenden Angehörigen und gemeinsamen Spaziergängen. Ein/e vertrauensvolle/r Gesprächspartner/in und gute/r Zuhörer/in, zählt zu den wichtigsten Leistungen. Die Ausübung hauswirtschaftlicher und medizinisch-pflegerischer Tätigkeiten gehört nicht zu den Aufgabenbereichen.

Welche persönlichen Voraussetzungen sind erforderlich?

Zur Sozialhelferin bzw. zum Sozialhelfer kann jede Bürgerin und jeder Bürger in Dortmund berufen werden, die

•sozial engagiert und ihrer/seiner Persönlichkeit für die Tätigkeit geeignet ist
•nicht vorbestraft ist
•zum Zeitpunkt der Berufung möglichst das 67. Lebensjahr noch nicht vollendet hat
•mindestens drei Monate in dem Bezirk wohnt, in dem sie oder er tätig werden soll.

Eine spezielle Ausbildung oder Fachkenntnisse sind nicht erforderlich. Die soziale Arbeit mit älteren Menschen muß jedoch den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen und verantwortungsbewußt und zuverlässig ausgeübt werden.

Einsatzbereich der ehrenamtlichen Sozialhelfer/innen

Einsatzbereich der ehrenamtlichen Sozialhelferinnen und Sozialhelfer ist der Stadtteil, in dem sie leben. Hier sind die strukturellen Gegebenheiten und sozialen Angebote bekannt und können daher in den Hilfeprozeß einbezogen werden. Der gemeinsame Wohnort mit den Besuchten verbindet gefühlsmäßig und bietet viele Anreize für einen angeregten Gesprächsverlauf. „Vor Ort“ tätig zu sein beinhaltet auch eine selbstbestimmende Zeiteinteilung für die Einsätze und „kurze Wege“.

Wie lernt man helfen?

Die Kontaktaufnahme zu der älteren Person geschieht durch eigene Initiative oder auf Anfragen von sozialen Diensten, Angehörigen oder den Senioren selbst. Um auf die zu leistenden Aufgaben vorbereitet zu sein, wird den Sozialhelfern und Sozialhelferinnen eine intensive fachliche Schulung und Begleitung angeboten.

Gemeinsame Hausbesuche mit hauptamtlichen Dienstkräften, Einzel- und Gruppengespräche, Seminare, Fachvorträge und Besichtigungen von sozialen Einrichtungen bieten die Grundlage den eigenen Wissensstand zu vertiefen. Ein Sozialarbeiter in der Koordinationsstelle des Sozialamtes ist zuständig für diese unterstützenden Bereitstellungen und Ansprechpartner.

Die Leistungen der Stadt Dortmund als Träger des Sonderdienstes

Der hohe Stellenwert, den der ESHD im seniorenbezogenen Betreuungsangebot einnimmt, zeigt sich auch in der Aushändigung eines Dienstausweises, der Einbeziehung der Ehrenamtlichen in den Gemeindeunfallversicherungsverband und in der Zahlung einer Aufwandsentschädigung. Des weiteren findet eine enge Zusammenarbeit mit den städtischen Dienststellen sowie anderen sozialen Institutionen statt.

Kontakt:

Stadt Dortmund, Sozialamt, Fachbereich für Senioren, Behindertenarbeit und Pflegeberatung
Hoher Wall 5 - 7
44122 Dortmund
Tel. (0231) 50-2 45 69


Ohne Angst aussteigen

Ruhr-Nachrichten vom 12.09.2006 gekürzt

                    Einmalig in NRW : Essener Verkehrs AG bietet Senioren-Begleitservice

Manchmal zeigt sie sich noch, die Sorge,nicht schnell genug aus der Straßenbahn zu kommen.
20 Ein-Euro-Jobber arbeiten als Seniorenbegleiter, seit die EVAG den kostenlosen Service im November 2005 eingeführt hat - bisher als einziger Verkehrsbetrieb in NRW.

" Wir wollen Senioren helfen,die Angst am Bahnhof haben, unsicher sind beim Ein - Aussteigen oder am Fahrscheinautomaten", erklärt Wolgang Imm, der das Projekt koordiniert.
Christine Töbel kennt diese Angst genau. Durch Knieprothesen zieht sie ein Bein nach.Jede Treppe - ein Hindernis, aber auch das" Rein und Raus in der Straßenbahn ist eine Qual für mich " sagt sie. Seit Februar kommt Frau Walburga Scheller und begleitet sie bis 4x die Woche. Längst ist Frau Schneller nicht mehr nur Begleiterin sondern - ganz wichtig - Zuhörerin.

"Wenn auch 1,25 € wenig sind, doch bin ich froh, den Wecker wieder für etwas stellen zu können und etwas Sinnvolles tun, sei so schön, so schön", sagt Frau Scheller.



Foto Aßmann RN 12.9.06

Ein Euro -Jobberin Walburga Scheller begleitet Christine Töbel in Essener Bussen und Bahnen zum Arzt oder auch zum Einkaufen.


Themensammlung für Mitbürger von 50 aufwärts

(Eine kurze Zusammenfassung verschiedener Artikel aus "Club 50 plus" der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU vom 18. März 2005)

Zu kompliziert (viele fühlen sich von der Technik überfordert)

Es gab einmal Telefone, die an Kabeln hingen, die aus oder von einer Wand kamen. Das war eigentlich ganz einfach, langweiliger als heute vielleicht, aber eben einfacher!

Heute sei auch alles ganz einfach, sagen die Vertreiber moderner Techniken, man muss nur ein wenig installieren, man benötigt Hardware und etwas Software, und man sollte auch wissen, wie es geht. Aber das sei doch alles ganz einfach. Schon Schüler im Grundschulalter wüssten damit umzugehen.

Aber was ist, wenn ein, sagen wir über 60-Jähriger, noch nie vorher Befassung mit einer solchen neuen Technik hatte, und für den technisch Interessierte, gleich welchen Alters, nicht erreichbar sind? Marktforscher haben in neuester Zeit zwei etwa gleich große Gruppen von Mitmenschen ermittelt, nämlich die von der Technik Begeisterten und die von der Technik schlicht Überforderten. Und zu dieser zweiten Gruppe gehören zunehmend ältere Menschen, die von der rasanten technischen Entwicklung abgehängt werden, die mit Innovationen nur noch in Berührung kommen, wenn Kinder oder Enkel ihnen welche schenken. Ein hoher Prozentsatz von Handybesitzern über 60 hat beispielsweise das durchaus zutreffende Gefühl, die Funktionen ihres Gerätes nur noch teilweise zu nutzen, ja, nutzen zu können!

Und das gilt nicht nur für das Telefonieren, sondern auch für das Radio hören, das Fernsehen und, und, und …


Mit dem Blick für "das Ganze" (Forschung "Gedächtnisleistung")

Unrichtig ist die Annahme, dass das Gedächtnis mit zunehmendem Alter abnimmt. In manchen Fällen verbessert es sich sogar! Beispielsweise lernen jüngere Menschen weniger aus ihren Fehlern als ältere, das hat ein Institut für Arbeitsphysiologie anhand neuester Tests herausgefunden.
Die Untersuchung zeigte, wenn ein älterer Mitbürger bei einer Aufgabe einen Fehler machte, zögerte er bei der nächsten Testfrage. Dadurch waren die 55- bis 65-Jährigen insgesamt gesehen zwar etwas langsamer, machten letztlich aber auch weniger Fehler. Eine solche Vorsicht ist bei Reaktionszeiten ebenfalls zu erkennen. Reagiert ein älterer Mensch auf visuelle Reize etwas langsamer, kann man daraus nicht unbedingt auf nachlassende Gehirnleistung schließen. Im Allgemeinen sind sie nur vorsichtiger.

Allerdings blenden Ältere unwichtige Informationen schlechter aus als Jüngere und lassen sich damit leichter ablenken. Das lässt den Schluss zu, dass Senioren eher den Blick für das "große Ganze" erworben haben.

 

Das Bild ändert sich radikal (aktiv und mobil bleiben wollen die "Neuen Alten)

Nach der gestiegenen Lebenserwartung gepaart, mit der Bevölkerungsstatistik und -wissenschaft, wird das Seniorenbild in der Gesellschaft sich radikal verändern. Da nach der statistischen Prognose im Jahr 2040 jeder zweite Bundesbürger über 50 sein wird, werden die "Neuen Alten" nicht nur zu einer starken Gruppe, sondern sie werden auch ein neues Selbstbewusstsein entwickeln.
Über Jahrzehnte wurde Alter gleichgesetzt mit schlechtem Gesundheitszustand, mit Passivität und Isolation. Diese Auffassung wird zum überholten Vorurteil. Die Altersgruppen über 55 und 60 sind aktiv, sie wollen mobil sein und möglichst unabhängig, dafür aber auch etwas tun. So vermelden beispielsweise Sportverbände die höchsten Zuwachsraten in der Altersklasse über 60.

Vor dem Hintergrund einer etwa 30 Jahre andauernden Lebensphase sind die meisten Senioren weder hilfs- noch pflegebedürftig, sondern ganz im Gegenteil vital und engagiert.

Doch stellt die oben aufgezeigte Entwicklung Gesundheits- und Seniorendienstleistungen auch vor besondere Herausforderungen. Es nimmt nämlich zwangsläufig auch die Zahl der Hochbetagten zu und mit ihnen die Zahl der Hilfs- und Pflegebedürftigen in sehr spätem Alter. Es gibt Berechnungen, nach denen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 etwa 850 000 Menschen über 80 Jahre alt sein werden. Es ergeht daher der Ruf nach neuen Initiativen zu einem Qualitätsmanagement der Pflege. Leider ist gegenwärtig nur eine beschränkte Zahl von Krankenkassen der Seniorengesundheit zugewandt und macht sie auch zum Schwerpunktthema, nicht zuletzt angesichts der eigenen Mitgliederentwicklung und Versichertenstruktur. Es beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass im Alter beispielsweise der Sport immer mehr an Bedeutung gewinnen kann. Forderungen aus der Politik entsprechend ist beabsichtigt, Angebote zum Bewegungs- und Balancetraining zu machen und Kurse zum Gedächtnistraining und zur Ernährung im Alter anzubieten. Dies sind nur einige der geplanten Aktivitäten.

Die AOK hat in Niedersachsen und in Baden-Württemberg zwei besondere Vorsorgemaßnahmen angeboten. Mit Pilotprojekten will sie die Besorgnis erregende Sturzgefahr, nicht nur in Pflegeheimen, erheblich vermindern. Diese Maßnahme steht vor dem Hintergrund einer bedenklichen Entwicklung, nach der mindestens einmal im Jahr die Hälfte alle Pflegeheimbewohner stürzt. 5% der Stürze führt zu Knochenbrüchen, und ab dem 65. Lebensjahr zählen Stürze zu den häufigsten Todesursachen. Für ältere Menschen führt im Allgemeinen ein Sturz mit seinen Folgen zur erheblichen Verschlechterung der Gesundheit und zum Verlust von Lebensqualität.

Bereits nach einem erfolgreichen Pilotlauf hat die AOK Baden-Württembergs ihr Projekt in Pflege- und Altenheimen wegen erkennbaren Erfolges erheblich ausgeweitet.



Deutsches Rotes Kreuz

Kreisverband Dortmund e.V.

Beurhausstraße 71
44137 Dortmund

+49 (0)231 1810-217 Tel.
+49 (0)231 1810-111 Fax
•  Pflegefachberatung

Das DRK bietet Ratsuchenden eine trägerunabhängige und neutrale Beratung in allen Fragen zur Pflege bzw. unterstützenden Hilfen in der häuslichen Umgebung an.

Wie und wo stelle ich einen Antrag auf Pflege und welche gesetzlichen Kriterien müssen erfüllt sein?

Welche Einrichtungen (ambulante Pflege, Seniorenheime, Kurzzeit -oder Tagespflegeeinrichtungen usw.) gibt es in Dortmund?

Haben Sie Fragen zum Hausnotruf?

Falls Sie diese oder andere Fragen rund um die Pflege beschäftigen, rufen Sie uns

an unter Tel. 1810-217

•  Mobiler Sozialer Dienst

Unser Mobiler Sozialer Dienst kann Sie durch vielfältige Hilfestellungen bei der Bewältigung kleinerer Schwierigkeiten des Alltags unterstützen. Sei es beim Einkauf oder bei der Begleitung zu Ärzten, Ämtern, zum Friedhof; benötigen Sie Hilfe beim Abhängen der Gardine oder anderen "Kleinigkeiten", die Ihnen schwer fallen, rufen Sie uns an.

•  Besuchsdienst

Sollten Sie nicht mehr mobil genug sein, Ihre Wohnung verlassen zu können, haben Sie die Möglichkeit, sich von den ehrenamtlich tätigen Damen unseres Besuchsdienstes besuchen zu lassen.

Näheres und Terminabsprachen vereinbaren Sie bitte mit Frau Brune,

Tel.: 8630208

•  Patientenverfügung

Wenn Sie vorsorglich eine Regelung treffen möchten, ob und welche Behandlung Sie in einem späteren medizinischen Notfall wünschen, sollten Sie dies schriftlich niederlegen.

Das DRK hält einen vom Justizministerium empfohlenen Aufbau einer Patientenverfügung für Sie vor, die wir Ihnen auf Wunsch zuschicken.

•  Vorsorgevollmacht

Im Gegensatz zur Patientenverfügung, die den Schwerpunkt auf die medizinische Notfallhilfe legt, geht es bei der Vorsorgevollmacht um allgemeinere Vertretungsangelegenheiten, die Sie vorsorglich jetzt schon bestimmen möchten.

Auch hierfür halten wir einen Vordruck für Sie bereit.

•  Abholservice Altkleiderspende unter Tel.:1810-0

•  Kurse für pflegende Angehörige unter Tel. 1810-0

 


Tut die Augen auf und suchet,
wo ein Mensch oder ein Menschen gewidmetes Werk
ein bisschen Freundlichkeit, ein bisschen Teilnahme,
ein bisschen Gesellschaft, ein bisschen Arbeit eines Menschen braucht.
(Albert Schweitzer)


Fühlen Sie sich oft wertlos und überflüssig?

Mindert dieses Befinden Ihre Lebensqualität?

Ist es Ihnen unangenehm, um Hilfe und menschliche Zuwendung zu bitten, weil Sie niemanden "belästigen" wollen?

Der Besuchsdienst richtet sich an ältere und / oder kranke Menschen, die

Unterhaltung möchten,
einen Zuhörer benötigen,
ihre Freizeit nicht mehr alleine gestalten wollen
(Konzert- / Theater- / Museums- / Zoobesuch, Ausflüge, u. v. m.),
Hilfe bei Einkäufen brauchen,
ihrer Vereinsamung entgegen wirken wollen.
Unterstützung bei Besuchen auf Ämtern und bei Ärzten (Begleit- und Fahrdienst),

Was ist ein Hundebesuchsdienst?


Wo ist sie? Die Hilfe der Ehrenamtlichen und Freiwilligen?

Hilfe zielt darauf ab, stadtteilbezogene Hilfsangebote für ältere, behinderte und bedürftige Menschen aufzubauen.
Dazu werden LaienhelferInnen ,Ehrenamtliche und Freiwillige gesucht, die kostenlos oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung in den Haushalten eingesetzt werden. Die Unterstützung durch die Hilfe orientiert sich an den Bedürfnissen der Hilfesuchenden.
Schwerpunkte liegen in der Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich wie Einkaufen, Wohnungsreinigung oder leichte Gartenarbeit.
Hilfe bei der Tagesgestaltung wie Spazieren gehen, Vorlesen oder als Gesprächspartner.
Daneben Hilfe Beratung in sozialen Fragen, Gruppenangebote sowie die Entlastung von Angehörigen demenzkranker Menschen.
Mit diesem Angebot soll älteren Menschen auch gemäß dem Auftrag "ambulant statt stationär" der Verbleib in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht werden. Die Erhaltung der selbständigen Lebensführung im Alter ist von großer Bedeutung.
Einsamkeit, Isolation und Pflegebedürftigkeit soll entgegengewirkt werden. Im sozialen Hilfenetz für ältere Menschen ist die Hilfe ein wesentlicher Baustein.

Foto: Archiv WHH
Liebe Dortmunderinnen und Dortmunder, ...
... sehr geehrte Damen und Herren!

Mit dem Ende des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen am 31.12.03 haben wir die dazu eingerichteten WWW-Seiten vom Netz genommen. Sie finden statt dessen jetzt eine neue Internetseite mit dem Titel "Menschen mit Behinderungen".

Hier finden Interessierte, Dortmunder und Dortmunderinnen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Freunde und Freundinnen alle Informationen über den Fortgang in den Themenfeldern

  • Barrierefreiheit
  • Schulischer Alltag von Kindern mit Behinderungen
  • Menschen mit Behinderungen und Sport sowie
  • Assistenz.

Auch im World Wide Web wird damit das Ergebnis der Zwischenbilanzveranstaltung zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen am 13.12.03 deutlich: Wir in Dortmund arbeiten gemeinsam weiter an der Verwirklichung der Gleichstellung, gleicher Lebenschancen und gleicher Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Ich wünsche mir, dass die Internetseite "Menschen mit Behinderungen" nach und nach alle für Sie wichtigen Informationen über Entscheidungen, Angebote, Dienstleistungen, kulturelle und sportliche Veranstaltungen und vieles mehr enthalten wird. Wie bei der Internetseite zum EJMB sollen auch auf diesen Seiten die Selbstorganisationen der Menschen mit Behinderungen, die Träger von Angeboten und Dienstleistungen, die Fachbereiche der Stadtverwaltung und die Ratsfraktionen für Sie wesentliche Informationen präsentieren können .

Falls Ihnen etwas fehlt, Sie eine Ergänzung zu einem Thema haben oder einen Vorschlag für eine bessere, barrierefreiere Gestaltung dieser Seiten, können Sie über den untenstehenden Link eine Mail an mein Büro schicken. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und bin gespannt, wie sich diese Internetseite in gemeinsamer Arbeit weiterentwickeln wird.

Siegfried Pogadl
Stadtrat

Quelle:dortmund.de (2005)


Dabei bekommt man doch so viel zurück

Wochenkurier vom 16.7.2005 (gekürzt)

Ein ähnlicher ehrenamtlicher Besuchsdienst, wie es im Artikel "Ehrenamtlich für Senioren" beschrieben wurde, wird auch von den Maltesern angeboten.

Es wird noch ausdrücklich betont, dass die Senioren weder krank noch behindert sein müssen, wenn sie den Besuchsdienst in Anspruch nehmen möchten. "Wir würden auch die 25-jährige alleinerziehende Mutter besuchen, die einfach mal wieder mit einer erwachsenen Person über etwas anderes als Kinder reden möchte", so Elke Rathh-Kleff, eine der Leiterinnen des Hospizdienstes der Dortmunder Malteser.
Aus der Zeitung "Unsere Kirche" vom 10. September 2006


Wenn Senioren umziehen...

... hilft der Allround-Senioren-Service

WK vom 30.4.05

Wer schon einmal umgezogen ist, kennt das: Nicht nur die Trennung von den eigenen vier Wänden fällt schwer, sondern auch der Umzug selbst. Hier ist vor allem in älteren Jahren Hilfe gefragt. Der ASS Allround-Senioren-Service von Wilhelm Stöcker und Walter Klein an der Ammerstraße 59 – 61 nimmt jetzt Senioren die Sorgen und Lasten eines Umzugs ab. Zum Service gehört auch - wenn gewünscht – das Ausmessen der neuen Räume, die Entsorgung von Hausrat und Restentrümplung, Ab- und Aufbau der Möbel und die Unterstützung bei Verwaltungs- und Behördengängen. Übrigens, wer noch auf der Suche nach einer seniorengerechten Wohnung ist, findet im Verein Nachbarschaftshilfe „Wohnen im Alter“ e.V. unverbindliche und neutrale Beratung.


Erstes Büro für Senioren eröffnet.

RN vom 6.4.05 (gekürzt)

Innenstadt West. Das erste Seniorenbüro der Stadt wurde an der Lange Straße 44 eröffnet.

Das neue Büro erprobt als innovatives Modellprojekt die Ziele einer neuen Altenhilfestruktur.

Überwiegend führen die älteren Menschen ein selbständiges, unabhängiges Leben. Wenn sie jedoch altersbedingt beeinträchtigt und auf fremde Hilfe angewiesen sind, kann das Seniorenbüro unterstützen.

Zunächst bieten die Mitarbeiterinnen eine intensive fachliche Beratung zu den vorhandenen Servicediensten und Einrichtungen, sowie zu Fragen der Pflegeversicherung oder anderen öffentlichen Leistungen. Bei Bedarf sollen auch Hilfen angeboten werden, die die selbständige Lebensführung im Alter zu Hause sichern.

Die bewährten Anlaufstellen für Ältere wie der Kreuzviertelverein, der Seniorentreff der Caritas im Althoffblock oder das Eugen-Krautscheid-Haus der AWO Am Westpark werden in die Arbeit einbezogen.

Geöffnet ist das Büro Mo. – Fr- von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.
Tel. 8 80 88 10

 


Caritas Service Center

(RN 7.3.05)

Ab Dienstag (8.3.05) sind folgende Dienste des Caritasverbandes im neuen Service Center in der Wißstraße 30/32 zu erreichen: Kundenberatung, Vermittlung von Dienstleistungen, Behindertenberatung, Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, Pflegeberatung und Gemeindecaritas.
Das Service Center ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 12 Uhr. Tel.: 18 71 51-21, Fax: 18 71 51-29,

 

Feierliche Zertifikatsübergabe an Pflegebegleiter

Die ersten Pflegebegleiter in NRW können ihre Arbeit aufnehmen!

Am 4. Juli 05 war es endlich soweit: in einem feierlichen Rahmen erhielten die ersten 40 Pflegebegleiter in Nordrhein -Westfalen ihr Zertifikat.

 

Foto: UK

Nun werden die verschiedenen Gruppen mit ihrer Arbeit beginnen.
In Lünen wird die Gruppe der Pflegebegleiter künftig über den Seniorenladen der Diakonischen Dienste telefonisch zu erreichen sein.
Pflegebegleiter in Dortmund können unter der Nummer des Seniorenbüros Dortmund Hörde nachgefragt werden.

Seniorenbüro Hörde, Hörder Bahnhofstraße 16
(Bezirksverwaltungsstelle), Zimmer 512
Carola Urban, Stella Schlichting,
Mo.-Fr. 10-12 Uhr und nach Vereinbarung
Tel.: 50-23311, E-Mail: seniorenbuero.hoerde@dortmund.de


(Auszug aus dem "Apotheken Senioren-Ratgeber" vom März 2005)

Und da wäre noch etwas, was älteren Leuten helfen könnte, beispielsweise die Einführung eines bundesweiten Seniorentelefons.
Bisherige Angebote dieser Art sind auf bestimmte Probleme oder Regionen beschränkt. Dabei ist die Hemmschwelle, beim anonymen Telefonieren über eigene Sorgen und Nöte zu sprechen weitaus kleiner, als bei einem normalen Gespräch. Außerdem gäbe es damit eine Anlaufstelle für Ältere, die oft nicht wissen, an wen sie sich wenden könnten.
Beispielhaft für ein solches bundesweites Seniorentelefon könnte das "Pflege NotTelefon"  in Schleswig-Holstein sein, ein automatisches Telefonleitsystem, mit dessen Hilfe Anrufer regional beraten werden könnten, das aber auch, wie ein Lotsendienst, zur Kontaktaufnahme zu unterschiedlichen Ansprechpartnern geeignet wäre.

Einrichtung und vielleicht Ausdehnung landesweiter Angebote sind denkbar, über Pläne zu einer bundesdeutschen Einrichtung ist derzeit jedoch leider nichts bekannt.


Foto: Archiv WHH

Hilfsangebote und Einrichtungen für Senioren

Nicht zuletzt durch Einschnitte im Gesundheitswesen seien soziale Kontakte zwischen Gesunden auf der einen und älteren und kranken Menschen auf der anderen Seite, stark rückläufig. Die Lebensqualität dieses Personenkreises sei oft durch sein Empfinden gemindert, vielleicht als wertlos und überflüssig empfunden zu werden. Häufig ist es den Menschen aber auch unangenehm, um Hilfe und menschliche Zuwendung zu bitten, um niemanden zu "belästigen".

Der Besuchsdienst wende sich diesen Menschen als Zielgruppe zu, falls sie Unterhaltung möchten, Zuhörer benötigen, ihre Freizeit nicht mehr allein gestalten wollten oder könnten, Hilfe bei Einkäufen brauchten, nicht mehr in der Lage seien, Besuche bei Ämtern oder Ärzten allein wahrzunehmen (gegebenen Falls unter Einschluss des Begleit- und Fahrdienstes), oder die ganz einfach ihrer Vereinsamung entgegenwirken wollten.

(Auszug aus dem Flyer von Sabine Minuth, Overgünne 98, 44269 Dortmund)

Diese Anzeige eines privaten Unternehmens verweist eindrucksvoll auf die Probleme alter Menschen im täglichen Leben heute "mehr Menschen brauchen Hilfe im Alter, welcher Art auch immer"!

Eine Landtags-Enquetekommission hat das Ergebnis ihrer dreijährigen Beratungen auf annähernd 600 Buchseiten zusammengefasst und kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Pflege älterer Mitbürger, und nicht nur bei ihr, in Nordrhein-Westfalen erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Mit der immer geringer werdenden Bereitschaft von Familienangehörigen zu privater Pflege, wächst die Bedeutung der professionellen Hilfe. Schon jetzt steht jedoch den fachlichen Anforderungen eine in keiner Weise adäquate Personalausstattung gegenüber. Dabei sei nur gut ausgebildetes Personal befähigt, Fehler und Mängel bei der Pflegearbeit zu vermeiden.
Aber die Herausforderung wächst nicht nur mit der Anzahl der Patienten, sondern eben auch mit der Qualität der Pflege.

Benötigt werden alternative Wohnformen, in denen auch pflegebedürftige Menschen möglichst lange selbst bestimmend leben können, verbunden mit einer kommunalen Infrastruktur, die Pflegebedürftigen eine Alltagsunterstützung von medizinischer Pflege bis hin zur Haushaltshilfe anbieten.

Die Zunahme Pflegebedürftiger wird regional unterschiedlich erfolgen. Während in den Großstädten des Ruhrgebietes im allgemeinen mit einer unterdurchschnittlichen Steigerung zu rechnen ist, wird die Zahl der Hilfebedürftigen in den Gürteln rund um die Städte erheblich steigen, das heißt, während Dortmund mit ~+28%, Hagen mit ~+11% Zunahme zu rechnen haben, werden die Steigerungen in Unna um ~+59%, im Märkischen Kreis um ~+39%, in Siegen-Wittgenstein um ~+35% und im Ennepe-Ruhrkreis um ~+36% zulegen.

Gegenwärtig werden noch etwa 70% der 460 000 Pflegebedürftigen von Angehörigen betreut; doch die fühlen sich zunehmend überfordert, denn die körperlichen und seelischen Belastungen der Menschen, die einen Verwandten betreuen, sind nicht zu unterschätzen. Die Bereitschaft zum Engagement nimmt deutlich ab. Dabei wird abgewogen zwischen Überlegungen zu beruflichen Einschränkungen oder gar Verzicht darauf, Einschränkungen im Freizeitverhalten oder Belastungen für die Familie. Damit ist klar, dass künftig die Angehörigenpflege von der Familie immer seltener Übernommen werden wird. Zwar fordern Politiker aller Parteien die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegetätigkeit zu Hause zu verbessern, beispielsweise durch Einführung einer "Pflegezeit", und es gibt tatsächlich schon einige wenige Tarifverträge, die entsprechende Regelungen für eine vorübergehende Reduzierung oder Unterbrechung der Erwerbstätigkeit vorsehen!

Es wäre heute durchaus schon möglich, sehr preiswertes Personal unter Umständen sogar für eine 24stündige Rundumpflege zu bekommen. Doch handelt es sich dabei im Allgemeinen um Hilfskräfte aus Polen oder Tschechien, und deren Unterstützung für wenig Geld im Gebiet der Bundesrepublik verstößt in aller Regel gegen deutsches Recht.

Nehmen wir an, eine solch hilfswillige und in ihrer Heimat ausgebildete Kraft aus dem Nachbarland (und es gibt konkrete Beispiele dafür) versorgt eine Bedürftige der Pflegestufe 2, spült das Geschirr, kämmt und kleidet die Person, kocht und kauft ein, macht die Raumpflege und alles was sonst noch so anfällt, und beschwert sich nicht einmal über ihre sehr einfache Unterbringung. Was zählen da schon unter Umständen Verständigungsprobleme?
Eine vergleichbare Rund-um-die-Uhr-Hilfe mit einer deutschen Fachkraft wäre für die meisten Bedürftigen unbezahlbar. Natürlich wird von deutscher Seite bezweifelt, dass privat vermittelte Arbeitskräfte aus Osteuropa ähnlich professionell arbeiten würden wie examiniertes Personal aus Deutschland. Warum eigentlich?

Die entscheidende Einschränkung liefert das Arbeitsrecht, das seit dem 01.01.05 zwar die Beschäftigung von Haushaltshilfen aus Polen und anderen neuen EU-Ländern legalisiert, das aber ausdrücklich nicht für Pflegekräfte gilt. Die Haushaltshilfe benötigt einen Arbeitsvertrag, sie muss sozialversichert sein und nach Tarif oder ortsüblichen Löhnen bezahlt werden, das heißt, sie wäre kaum billiger als eine deutsche! Aber alles andere ist illegal, fällt unter den Begriff der Schwarzarbeit und kann recht teuer werden!

(Dies ist eine verkürzte Zusammenfassung von vier Berichten in der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU Nr. 57 vom 09.03.2005)

 


Ein Netzwerk für Senioren knüpfen

RN vom 5.4.05 (gekürzt)

Netzwerke sind das A und O moderner Kommunikationsstrategien. Nutzen soll diese Erkenntnis nun nicht nur den High-Tech-Firmen, die sich zur Zeit am Standort Hörde ansiedeln. Sie sollen jetzt auch in der Arbeit für und mit Senioren nutzbringend gespannt werden.

Das erste Büro dieser Art wurde gestern in der Innenstadt West eröffnet, nach Hörde wird in absehbarer Zeit Aplerbeck folgen.

Das Seniorenbüro ist in der Bezirksverwaltungsstelle angesiedelt. Die Stadt Dortmund und ein freier Träger, in Hörde die Diakonie, betreiben das Büro gemeinsam, dessen erste Aufgabe das Knüpfen des Netzwerkes sein wird. „Wir denken da an Ärzte, die Polizei, Kliniken, Wohlfahrtsverbände“, so Ulrich Spangenberg, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle. Das Angebot richtet sich an alle älteren Bürger im Stadtbezirk, die Sorgen, Nöte oder auch Fragen zu Renten- oder Krankenkassenbeiträgen haben. Diese werden von Fachleuten des Büros beantwortet oder weitergeleitet.

 


Begleitung für Senioren/innen

Blickpunkt Saarlandstr.   vom 27.1.05

Senioren/innen aus dem Saarlandstraßenviertel, die eine Begleitung für gemeinsame Spaziergänge suchen, können sich an den Seniorenhelferdienst der Stadt wenden.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stehen kostenfrei für diese Aufgaben zur Verfügung. Informationen dazu gibt es unter Telefon 0231-50-2 45 69.

 


copyright AWO
Rothe, Kirsten Telefon 88088124

k.rothe@dobeq.de
Arbeitsgelegenheiten
Projekt Seniorenunterstützungsservice


Zertifikate überreicht

Pflegebegleiter stärken pflegende Angehörige

Aus der Zeitung "Unsere Kirche" vom 10. September 2006

Über eine erfolgreiche Fortbildung freuen sich 30 frischgebackene

Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleiter.



Foto: Stephan Schütze UK 10.9.06


Über eine erfolgreiche Fortbildung freuen sich 30 frischgebackene Pflegebegleiterinnen und Begleiter. Am Sonntag, 21. August 2006, haben sie ihre Zertifikate erhalten.
Das bundesweite Modellprojekt unterstützt und begleitet pflegende Angehörige.
Die Pflegebegleiter haben sich in zwei Kursen in Hörde und in der Heliandgemeinde insgesamt 60 Stunden lang auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Während ihrer Arbeit werden sie kontinuierlich fachlich begleitet.

Der Hintergrund: Der größte Pflegedienst ist weder die Diakonie noch die Caritas oder AWO, sondern die eigene Familie. 90% der älteren Menschen werden zu Hause gepflegt.
Es sind die Angehörigen, die sich um ihre alte Mutter, den Vater oder andere Verwandte kümmern. Doch pflegende Angehörige, die mit pflegebedürftigen Menschen zusammmenleben und für ihre Lebensqualität Sorge tragen, lassen meist ihre eigenen Bedürfnisse außer Acht.
"Wir wissen", so die Projektkoordinatorin Monika Leifels, " dass viele von ihnen sich überfordert fühlen, sich erschöpfen und ihre eigene Gesundheit vergessen."
Sie durch das Engagement von Pflegebegleitern zu stärken und ihren Handlungsspielraum zu erweitern, ist deshalb Ziel des Projektes.
"Pflegebegleiter unterstützen auch Überlegungen und Ideen zur Selbstpflege.", sagt Marlies Schaefer, Projektleiterin für NRW.
"Dabei geht es darum, Zeit für Gespräche zur Verfügung zu stellen, Kontakte zu ermöglichen und Informationen zu vermitteln.
" Pflegebegleiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die pflegenden Angehörigen da zu sein. Sie wissen, dass Pflegende  ihre Aufgabe gut machen wollen, aber dass ihnen oftmals die Zeit fehlt, um sich ausreichend über die vorhandenen Betreuungs- und Entlastungsangeboten in der Stadt zu informieren.
Hier können die Begleiter wertvolle Tipps geben.
Sie sind auch da, wenn Angehörige möchten, dass man ihnen einfach nur mal ein mitfühlender Zuhörender sein soll.

In Dortmund und Lünen arbeitet das Projekt Pflegebegleiter unter Federführung des Verbandes deutscher Angestellenkrankenkassen und in Zusammenarbeit mit den Diakonischen Diensten Dortmund, der Diakonie und den Diakonischen Diensten Lünen.

Informationen :Telefon: 0231/8494 - 305  Marlies Schäfer

Telefon: 0231/50 - 2 33 11 Seniorenbüro DO - Hörde, Stella Schlichtung

 


Freude am Leben wecken

Ruhr-Nachrichten vom 15.09.2006 gekürzt

Evangelische Kirche und Seniorenbüro DO-Hörde suchen Betreuer

                                        Familienersatz, Wegebegleiter, Zuhörer und Mitmenschen

Die evangelische Kirche und das Seniorenbüro suchen freundliche und dem Alter aufgeschlossene Mitbürger, die Senioren aus der Einsamkeit ins gesellschaftliche Leben führen. Stella Schlichting vom Seniorenbüro und die Pfarrerin Angelika Dicke sehen die ehrenamtlichen Seniorenbetreuer nicht als Fachleute - " aber sie werden gründlich Bescheid wissen," sagen sie über die Seminar-inhalte. Gesprächsführung, um erst einmal die Türen zu öffnen, Vertrauen aufzubauen, grenzen zu erfahren, Demenz, ein Helfersystem und viele andere Seniorenthemen.

"Alleinstehende Senioren ziehen sich oft unbemerkt aus dem öffentlichen Leben zurück. Vielleicht trauern sie noch nach dem Tod des Ehepartners , sind unsicher, wissen nichts von den Freizeitangeboten in der Nachbarschaft oder Angst vor dem Unbekannten," berichtet Angelika Dicke aus dem Alltag der evangelischen Gemeinde.

Manche können nicht mehr gut laufen oder die Familie" ist nicht mehr so verfügbar wie früher" begründet Stella Schlichting, die Not der Älteren. Die Seniorenbetreuer sollen neue Wege ebnen, ermutigen, animieren und ( Lebens-) Freude vermitteln. " Sie können auch einfach mal vorlesen aus der Zeitung, die Nachrichten aus den Stadtteilen sind für die Senioren wichtig. Oder einfach nur zuhören", sagt Angelika Dicke. Denn viele Einsame haben ein großes Mitteilungsbedürfnis, weil Ihnen ein Gesrächspartner fehlt.

Informationen: Seminare im Zwei-Wochenrhytmus von 10 - 12 Uhr

Anmeldungen: Telefon : 0231/ 94 30 243  Gemeindebüro

                              Telefon: 0231/ 50 - 2 33 11  Seniorenbüro



Foto Bandermann RN 15.9.06

Marlies Schäfer und Stella Schlichtung

Telefon: 0231/50 - 2 33 11 Seniorenbüro DO - Hörde

Zertifikat für Seniorenbegleiter

 

Bild aus Sozialhelferdienst

Foto: WHH


"Shopping-Taxi" fährt für Senioren

aus der WAZ vom 3.8.07 (gekürzt ) von Helga Saielli

In Aplerbeck bietet die Caritas zusammen mit der katholischen und evangelischen Gemeinde einen sog. "Einkaufsservice" an. Das Team um Ernst Lahme holt auf Wunsch Senioren von zu Hause ab, um sie zu den örtlichen Geschäften zu fahren und anschließend wieder zurückzubringen. Der Service ist kostenlos, ist aber auf die Geschäfte im Bezirk Aplerbeck beschränkt.

Neben dem Einkaufsservice bietet das Team bereits seit zwei Jahren Beratungen an, und zwar jeden Donnerstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr im Gemeindehaus, Egbertstr. 15.

Diese Hilfe kursiert unter dem Namen "Caritas Kontakt".

Einkaufen mit Begleitung gibt es jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat zwischen 10.00 und 12.00 Uhr.

Das Team "Caritas Kontakt" bittet um frühzeitige Anmeldung unter 4 42 22 87.

Unter der gleichen Nummer gibt es auch jeden Donnerstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr telefonische Beratung.

 
Fotorechte: RN
Kleeblatt für beste Pflege im eigenen Heim

Am 6.4.06 stand in der WAZ ein Artikel über vier Frauen aus Unna, die sich zusammengetan haben und einen ungewöhnlichen Rundumservice im Pflegebereich anbieten.

Ihr oberstes Ziel: Die Menschen sollen ihre Individualität nicht aufgeben müssen. Die Frauen kommen zu den Menschen nach Hause, "erledigen alles, was erledigt werden muss". Sie sind während ihres Dienstes voll in den Haushalt integriert, bei Bedarf auch 24 Stunden am Tag

Jede der Frauen hat ein Spezialgebiet.

Die Kontakte zu den Kleeblattfrauen:

Hannelore Hubschmidt (gelernte Altenpflegerin) für Senioren- und Familienbetreuung 02303/ 12822

Christa Krieger (gelernte Arzthelferin) für Senioren- und Familienbetreuung 02307/38202

Gerda Kasperkowitz (Hauswirtschafterin) für Haushaltsnahe Dienstleistungen 0203/52800

Nora Hüwel (gelernte Krankenschwester) für medizinische Betreuung 0151/19329770

Wichtig: Die Kleeblatt-Damen sind nicht nur als Quartett zu haben sondern - je nach Fall - auch einzeln.
Bei größeren Aufgaben organisieren sie sich, übrigens auch über den Kreis Unna hinaus, auch nach Dortmund und im Märkischen Kreis.


Themensammlung für Mitbürger von 50 aufwärts

(Eine kurze Zusammenfassung verschiedener Artikel aus "Club 50 plus" der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU vom 18. März 2005)

Zu kompliziert (viele fühlen sich von der Technik überfordert)

Es gab einmal Telefone, die an Kabeln hingen, die aus oder von einer Wand kamen. Das war eigentlich ganz einfach, langweiliger als heute vielleicht, aber eben einfacher!

Heute sei auch alles ganz einfach, sagen die Vertreiber moderner Techniken, man muss nur ein wenig installieren, man benötigt Hardware und etwas Software, und man sollte auch wissen, wie es geht. Aber das sei doch alles ganz einfach. Schon Schüler im Grundschulalter wüssten damit umzugehen.

Aber was ist, wenn ein, sagen wir über 60-Jähriger, noch nie vorher Befassung mit einer solchen neuen Technik hatte, und für den technisch Interessierte, gleich welchen Alters, nicht erreichbar sind? Marktforscher haben in neuester Zeit zwei etwa gleich große Gruppen von Mitmenschen ermittelt, nämlich die von der Technik Begeisterten und die von der Technik schlicht Überforderten. Und zu dieser zweiten Gruppe gehören zunehmend ältere Menschen, die von der rasanten technischen Entwicklung abgehängt werden, die mit Innovationen nur noch in Berührung kommen, wenn Kinder oder Enkel ihnen welche schenken. Ein hoher Prozentsatz von Handybesitzern über 60 hat beispielsweise das durchaus zutreffende Gefühl, die Funktionen ihres Gerätes nur noch teilweise zu nutzen, ja, nutzen zu können!

Und das gilt nicht nur für das Telefonieren, sondern auch für das Radio hören, das Fernsehen und, und, und …


Mit dem Blick für "das Ganze" (Forschung "Gedächtnisleistung")

Unrichtig ist die Annahme, dass das Gedächtnis mit zunehmendem Alter abnimmt. In manchen Fällen verbessert es sich sogar! Beispielsweise lernen jüngere Menschen weniger aus ihren Fehlern als ältere, das hat ein Institut für Arbeitsphysiologie anhand neuester Tests herausgefunden.
Die Untersuchung zeigte, wenn ein älterer Mitbürger bei einer Aufgabe einen Fehler machte, zögerte er bei der nächsten Testfrage. Dadurch waren die 55- bis 65-Jährigen insgesamt gesehen zwar etwas langsamer, machten letztlich aber auch weniger Fehler. Eine solche Vorsicht ist bei Reaktionszeiten ebenfalls zu erkennen. Reagiert ein älterer Mensch auf visuelle Reize etwas langsamer, kann man daraus nicht unbedingt auf nachlassende Gehirnleistung schließen. Im Allgemeinen sind sie nur vorsichtiger.

Allerdings blenden Ältere unwichtige Informationen schlechter aus als Jüngere und lassen sich damit leichter ablenken. Das lässt den Schluss zu, dass Senioren eher den Blick für das "große Ganze" erworben haben.

 

Das Bild ändert sich radikal (aktiv und mobil bleiben wollen die "Neuen Alten)

Nach der gestiegenen Lebenserwartung gepaart, mit der Bevölkerungsstatistik und -wissenschaft, wird das Seniorenbild in der Gesellschaft sich radikal verändern. Da nach der statistischen Prognose im Jahr 2040 jeder zweite Bundesbürger über 50 sein wird, werden die "Neuen Alten" nicht nur zu einer starken Gruppe, sondern sie werden auch ein neues Selbstbewusstsein entwickeln.
Über Jahrzehnte wurde Alter gleichgesetzt mit schlechtem Gesundheitszustand, mit Passivität und Isolation. Diese Auffassung wird zum überholten Vorurteil. Die Altersgruppen über 55 und 60 sind aktiv, sie wollen mobil sein und möglichst unabhängig, dafür aber auch etwas tun. So vermelden beispielsweise Sportverbände die höchsten Zuwachsraten in der Altersklasse über 60.

Vor dem Hintergrund einer etwa 30 Jahre andauernden Lebensphase sind die meisten Senioren weder hilfs- noch pflegebedürftig, sondern ganz im Gegenteil vital und engagiert.

Doch stellt die oben aufgezeigte Entwicklung Gesundheits- und Seniorendienstleistungen auch vor besondere Herausforderungen. Es nimmt nämlich zwangsläufig auch die Zahl der Hochbetagten zu und mit ihnen die Zahl der Hilfs- und Pflegebedürftigen in sehr spätem Alter. Es gibt Berechnungen, nach denen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 etwa 850 000 Menschen über 80 Jahre alt sein werden. Es ergeht daher der Ruf nach neuen Initiativen zu einem Qualitätsmanagement der Pflege. Leider ist gegenwärtig nur eine beschränkte Zahl von Krankenkassen der Seniorengesundheit zugewandt und macht sie auch zum Schwerpunktthema, nicht zuletzt angesichts der eigenen Mitgliederentwicklung und Versichertenstruktur. Es beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass im Alter beispielsweise der Sport immer mehr an Bedeutung gewinnen kann. Forderungen aus der Politik entsprechend ist beabsichtigt, Angebote zum Bewegungs- und Balancetraining zu machen und Kurse zum Gedächtnistraining und zur Ernährung im Alter anzubieten. Dies sind nur einige der geplanten Aktivitäten.

Die AOK hat in Niedersachsen und in Baden-Württemberg zwei besondere Vorsorgemaßnahmen angeboten. Mit Pilotprojekten will sie die Besorgnis erregende Sturzgefahr, nicht nur in Pflegeheimen, erheblich vermindern. Diese Maßnahme steht vor dem Hintergrund einer bedenklichen Entwicklung, nach der mindestens einmal im Jahr die Hälfte alle Pflegeheimbewohner stürzt. 5% der Stürze führt zu Knochenbrüchen, und ab dem 65. Lebensjahr zählen Stürze zu den häufigsten Todesursachen. Für ältere Menschen führt im Allgemeinen ein Sturz mit seinen Folgen zur erheblichen Verschlechterung der Gesundheit und zum Verlust von Lebensqualität.

Bereits nach einem erfolgreichen Pilotlauf hat die AOK Baden-Württembergs ihr Projekt in Pflege- und Altenheimen wegen erkennbaren Erfolges erheblich ausgeweitet.


Http://www.pflege.dortmund.de/ 

Http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de

 


Für Andere da sein

 
Heinz Schüpphaus
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