Betreutes Wohnen

 

Es ist kein Geheimnis, dass die Menschheit, zumindest in unseren Breiten, immer älter wird. Daraus resultiert der Anspruch, die längere Lebenszeit auch angemessen erleben und durchleben zu können. Von den meisten Ruheständlern dürfte angestrebt werden, dies in den eigenen vier Wänden und in vertrauter Umgebung tun zu können. Das ist verständlich und durchaus positiv zu bewerten.

Doch was ist, wenn plötzlich gesundheitliche Probleme dieses Streben in Frage stellen? Müssen, um in die eigene Wohnung zu kommen, Treppen überwunden werden? Lässt die Enge der Türöffnungen in der bisherigen Wohnung die Nutzung eines Rolllaltors nicht zu? Werden die seit Jahren vertrauten Wege zu den Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung irgendwann doch zu lang? Dieser Fragenkatalog ließe sich fortsetzen.

Was dann? Kirchen, Caritas und andere Unternehmen bieten ihre Hilfe an! Das ist sehr zu begrüßen, kann aber unter Umständen auf längere Sicht zu einer gewissen Vereinsamung führen, wenn die Kontakte zu Mitmenschen immer seltener werden sollten.

Zwischen der Wahl, in ein Pflegeheim zu gehen oder in ein Altenheim, kann man sich nun auch für betreutes Wohnen entscheiden.

Neben diesem gibt es heute  auch Service-Wohnen, Wohnen mit Service, begleitetes Wohnen oder unterstütztes Wohnen. Diese zuletzt genannten Wohnformen dürften sich sehr ähneln, sie bieten alle Qualität, aber die hat auch ihren Preis! Das sollte bedacht und geprüft werden. Denn die vor mehr als 50 Jahren noch vorhandenen Großfamilien gibt es heute, zumindest in größeren Städten, kaum noch.

Betreut Wohnen kann man inzwischen meist in speziellen Wohnanlagen für ältere Menschen (Seniorenzentren). In ihnen behalten die Einwohner ihre Selbständigkeit, können sich aber auf Hilfe und Betreuung im gewünschten oder notwendigen Umfang verlassen. Durch das Miteinander in solchen Wohnanlagen dürfte Einsamkeit im Allgemeinen kein Thema, sondern ein weitgehend sorgloser Lebensabend so weit wie möglich gesichert sein.

Entscheidet man sich für diese Wohnform, so sollten bei der Auswahl der Wohnung folgende Kriterien beachtet werden:

  • der bauliche Standard
  • die Wohnlage an sich
  • die angebotenen Dienstleistungen
  • Barrierefreiheit
  • Und die Möglichkeit der selbständigen Lebensführung

Seit September 2006 ist die DIN 77 800 in Kraft, die die „Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ zur Festlegung von Mindestqualitätsstandards enthält. Diese deutsche Industrienorm ist ein bundeseinheitliches Gütesiegel, das den Anbietern zu- oder auch aberkannt werden kann.

Unter Voraussetzung der Erreichung des Mindestalters zwischen 60 und 65 Jahren kann man sich um solch eine Wohnung bemühen, so wie man das für jede andere Wohnung auch tun könnte. Das wird gegenwärtig noch nicht so ganz einfach sein, denn die Nachfrage übersteigt das Angebot. Insbesondere mangelt es zurzeit noch an Service-Wohnraum für mittlere Einkommensschichten.

Überzeugen Zuschnitt und Lage der Wohnung, ihre Barrierefreiheit, ihre Entfernung zu Einkaufsmöglichkeiten und zu öffentlichen Verkehrsmitteln, das Vorhandensein einer Hausnotrufanlage und eines Betreuers, so wird mit dem Eigentümer der Wohnung ein ganz normaler Mietvertrag geschlossen und mit dem zuständigen Betreuungsträger zusätzlich ein Senioren-Betreuungsvertrag, in dem Grund- und Wahlserviceleistungen vereinbart werden, die der Mieter ganz oder wahlweise in Anspruch nehmen kann.

Ein solcher Vertrag enthält, wird er beispielsweise mit der CARITAS geschlossen (Vereinbarungen mit anderen Unternehmen dürften aber ganz ähnlich gestaltet sein) so genannte Grundserviceleistungen, die als fester Bestandteil der Miete monatlich mit ihr abgegolten werden, wie

  • Information und Beratung
  • Kosten für die Hausnotrufanlage
  • Durchführung von Veranstaltungen und Aktivprogrammen
  • Pflege der Hausgemeinschaft und sozialer Kontakte
  • Und Vermittlung ergänzender Dienste

Daneben gibt es die Wahlserviceleistungen, die bei Inanspruchnahme einzeln besonders zu vergüten sind. Dabei handelt es sich um

  • Häusliche Pflege
  • Hauswirtschaftliche Hilfe
  • Wäschedienst
  • Menüdienst
  • Einkaufsdienste
  • Technische Hilfen und Reparaturdienste
  • Und Fahr- und Begleitdienste

Alle zuvor angesprochenen Projekte haben zum Ziel, Selbständigkeit und das Privatleben der Bewohner trotz eventueller gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu bewahren.

Unbestritten bleiben die eigenen vier Wände die angenehmste Wohnform für Senioren nach dem Motto „einen alten Baum verpflanzt man nicht“. Doch ist manchmal aus verschiedenen Gründen der Verbleib in der bisherigen Wohnung ab irgendwann nicht mehr möglich. Dann bietet „Betreutes Wohnen“ bei einem Höchstmaß an Sicherheit und einem Mindestmaß an Einschränkungen eine sehr annehmbare Alternative.

Wo und wie man im Alter wohnen kann, beschäftigt nicht nur ältere Menschen. Die von der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen“ (BAGSO) zum Preis von je 3,90 € herausgegebenen Broschüren „Wohnen im Alter“ und „Das richtige Heim“ stoßen auf entsprechend großes Interesse.

Diese Fragen können aber auch über das INTERNET geklärt werden, in dem alle relevanten Organisationen mit eigenen Homepages genannt sind, auch private Anbieter.

 

 

 


Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

gws-Wohnen Dortmund-Süd eG vom Konzept des „Betreuten Wohnens ohne Umzug“ der AWO überzeugt

Kooperationsvertrag zum Wohl älterer Mieterinnen und Mieter gilt seit Februar

Die Suche der gws-Wohnen nach einem professionellen und trotzdem bezahlbaren Betreuungsangebot für eine immer älter werdende Mieterschaft hat ein glückliches Ende gefunden.

Nur zwei Abstimmungsgespräche waren erforderlich, bis sich Johannes Hessel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der gws-Wohnen Dortmund-Süd eG und Andreas Gora, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Dortmund, einig wurden.

In einer Pilotphase richtet sich die Aufmerksamkeit des AWO-Teams zunächst auf die 223 Seniorenwohnungen. Hier sind 63 % der Mieter/innen über 60 Jahre alt, immerhin 45 % haben auch das 70. Lebensjahr bereits überschritten.

Unter dem Motto „Betreutes Wohnen ohne Umzug“ bringt die AWO alle Dienstleistungen eines betreuten Wohnens direkt zu den Senioren nach Hause. Ein regelmäßiger Besuchsdienst und die Möglichkeit, sich bei Fragen und Problemen jederzeit an das Betreuungsbüro zu wenden, vermitteln die Sicherheit, im Notfall nicht allein zu sein.

Von der Haushaltshilfe über ein Hausnotrufsystem,  Essen auf Rädern und pflegerischen Diensten organisieren die Koordinatorinnen außerdem alles, was das Seniorenherz begehrt. 

Für ihre Nutzer hat die GWS Sonderkonditionen ausgehandelt. Das Komplettpaket aus Grundleistungen und Vermittlungsdiensten bietet die AWO den Mietern der gws-Wohnen schon für 31,- Euro monatlich an.

Alle Senioren sind in einem persönlichen Anschreiben über das neue Angebot informiert worden.

Eine eigens dafür entworfene Informationsbroschüre können Sie über den nachstehenden Link "Flyer Betreutes Wohnen" ansehen oder sich herunterladen.

Flyer Betreutes Wohnen



Altengerechtes Wohnen


Dogewo


Alternatives Wohnen

Mehrgenerationenhäuser

Hilfen im Haushalt und in der Wohnung

Gefahrenquellen in der Wohnung

http://www.wohnen-im-alter.de/


So will ich im Alter leben (Video der Firma Lempken-Innenstadt-Ostblog TV).


Hochgeladen von InnenstadtOstblogger am 27.05.2011

Auf der 4. Heimmesse für Wohnideen, Dienstleistungen und Gesundheit in Dortmund präsentierten sich mehr als 80 Unternehmen, Dienstleister, Verbände und Anbieter von Seniorenimmobilien aus dem Raum Dortmund.
Viele Menschen wollen auch im hohen Alter noch in den eigenen vier Wänden bleiben.
Der Innenstadt-Ostblog fragte bei einigen Organisationen nach, welche Hilfen sie anbieten.

http://michael-lemken.de/wordpress

 
Heinz Schüpphaus
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