20.3.2009

 

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September 2006

Ministerin von der Leyen: "Jetzt sind Ihre Ideen gefragt!"


Fotorechte: bmfsfj.de

Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser startet mit erster Ausschreibung

 

"Wir gehen neue Wege, um das Miteinander der Generationen zu fördern. Besonders Erfolg versprechend sind Strukturen, die freiwillige Initiativen unterstützen und sie klug mit staatlichen Leistungen verbinden. Wir wollen die Vorteile und das enorme Leistungsvermögen familiärer Netzwerke bewahren, stärken und in eine moderne Form übertragen. Das ist die Idee der Mehrgenerationenhäuser. Das Aktionsprogramm ist ein wesentlicher Baustein einer Familienpolitik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, zum Auftakt der ersten Ausschreibungswelle. Ab sofort ist der Online-Bewerbungsbogen für interessierte Initiativen, die ein Mehrgenerationenhaus errichten wollen, auf der Homepage www.bmfsfj.de erhältlich. Das Ziel ist der bundesweite flächendeckende Aufbau von Mehrgenerationenhäusern: Bis 2010 soll in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt eine solche Einrichtung entstehen, 439 in ganz Deutschland. Fördermittel für die ersten 50 Häuser werden nach der ersten Ausschreibungsphase im Oktober 2006 vergeben. Weitere Häuser folgen nach einer zweiten Ausschreibungsphase bis Ende des Jahres 2007.

Jedes Haus, das in das Aktionsprogramm aufgenommen wird, wird über fünf Jahre mit 40.000 Euro jährlich für Personal- und Sachkosten gefördert. Dabei kann sich jeder bewerben - Initiativen, Träger, Kommunen. Es kommt darauf an, wie die Idee des Mehrgenerationenhauses umgesetzt wird.

"Wir wollen und werden mit den Mehrgenerationenhäusern Strukturen schaffen, in denen die Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters wieder aktiv ge- und erlebt werden kann. Damit die Häuser mit Leben zu füllen, brauchen wir jetzt Ihre Ideen und Ihr Engagement. Beteiligen Sie sich am Aktionsprogramm", ruft Bundesministerin Ursula von der Leyen alle interessierten Initiativen, Kommunen, Verbände und Privatpersonen auf.

Mehrgenerationenhäuser sind Orte, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters sich im Alltag häufig und selbstverständlich begegnen, sich helfen und voneinander lernen. Alle Menschen aus dem Stadtteil oder der Gemeinde sollen sich hier auf viele Arten beteiligen können. Mehrgenerationenhäuser orientieren sich mit ihren Angeboten am Bedarf der Menschen verschiedener Generationen. Sie bieten selbst Dienstleistungen für die verschiedenen Altersgruppen an und vermitteln diese auch. Das geht von Kinderbetreuung, über Dienstleistungen rund um Haushalt und Garten bis zu Pflege und Hilfen im Alltag. Im Zusammentreffen und Zusammenwirken von Jung und Alt entwickelt sich eine lebendige Nachbarschaft, die es ermöglicht, soziale Probleme auf neue Arten anzupacken.

Pressemitteilung Nr. 123/2006
Veröffentlicht am 20.11.2006
Thema: Familie, Freiwilliges Engagement, Ältere Menschen

Ursula von der Leyen gibt Startschuss für Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser

Bundesfamilienministerin: "Mehrgenerationenhäuser bieten starke Leistungen für jedes Alter"

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen , hat heute den Startschuss zum bundesweiten Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" gegeben.
Bis Ende nächsten Jahres wird in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt Deutschlands ein Mehrgenerationenhaus eröffnet - 439 insgesamt. "Mehrgenerationenhäuser eröffnen Räume, die den Zusammenhalt der Generationen festigen.
Mit veränderten Familienstrukturen, schwinden selbstverständliche Begegnungen der Generationen. Die Weitergabe von Erziehungswissen und Alltagskompetenzen geht verloren, aber auch Erfahrung und Hilfe der älteren Generation für die mittlere und jüngere Generation bleiben oft ungenutzt", sagte Ursula von der Leyen bei der Auftaktveranstaltung in Salzgitter. "Mehrgenerationenhäuser erweitern den familienpolitischen Horizont auf die Generationenbeziehungen, die auch ohne verwandtschaftliche Bindungen immer wichtiger werden."

Mehrgenerationenhäuser erfüllen mehrere Kriterien: Alle vier Lebensalter müssen einbezogen werden: Kinder und Jugendliche, Erwachsene, junge Alte (über 50 Jahre) und Hochbetagte. Die Einrichtung muss den Menschen in ihrer Umgebung generationsübergreifende Angebote machen. Kinderbetreuung muss sich in dem Angebot finden. In dem Projekt arbeiten Freiwillige und Angestellte auf gleicher Augenhöhe zusammen. Ein Mehrgenerationenhaus soll sich zu einer Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort entwickeln und mit lokalen Wirtschaftsunternehmen kooperieren. Mehrgenerationenhäuser schaffen moderne Netze, die die Prinzipien der Großfamilie in moderne Sozialstrukturen übertragen. "Die Gemeinschaft der Generationen, wie sie in einem Mehrgenerationenhaus stattfindet, kann und soll ein Vorbild für ganz Deutschland sein", so von der Leyen weiter. "Das Motto 'Starke Leistung für jedes Alter' ist Programm. Wir wollen das Miteinander der Generationen und die den Kreislauf des Gebens und Nehmens zwischen den Generationen im ganzen Land fördern und lebbar machen."

In einer Zeit des demografischen Wandels schafft dieses Aktionsprogramm eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement und zeigt, dass die Generationen auch außerhalb der Familie voneinander profitieren und sich gegenseitig bereichern. "Unser Ziel ist es, Mehrgenerationenhäuser als Drehscheiben für Dienstleistungen zu etablieren, die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen: Angefangen vom Wäscheservice oder Computerkurs für Internetbanking über die Leih-Oma bis hin zum Mittagstisch für Schulkinder und die Krabbelgruppe", erklärte von der Leyen.

"Mit attraktiven Angeboten für alle Lebensalter knüpfen Mehrgenerationenhäuser ein regionales Netz. Mehrgenerationenhäuser sind wie Bienenstöcke, voller Aktivität und Kommunikation. Der Honig, den sie produzieren ist gegenseitige Hilfe, die daraus entsteht, dass jeder Mensch seine Kompetenzen einbringt."

Sabine Genther, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Salzgitter, beschreibt das Erfolgsrezept ihres Projekts so: "Wir bieten an, was die Menschen wirklich brauchen und wir schaffen ein Umfeld, in dem sich unsere Gäste wohl fühlen. Die Fähigkeiten der Generationen und das freiwillige Engagement der Menschen brauchen oft nur einen Ort, an dem sie sich entfalten können."

  Die Bundesregierung stellt für das Modellprojekt insgesamt 88 Millionen Euro bereit. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten die 439 ausgewählten Häuser jährlich 40.000 Euro. Sie werden zudem durch eine Serviceagentur beraten und in ihren Wirkungen wissenschaftlich begleitet.

Einen Überblick über alle 59 in einer ersten Ausschreibungsphase geförderten Projekte finden Sie unter www.bmfsfj.de/mgh .
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: http://www.bmfsfj.de

Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Architekt Helmut Zeibig

Aus den Ruhr Nachrichten vom 15.11.2006


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So will ich im Alter leben (Video der Firma Lempken-Innenstadt-Ostblog TV).


Hochgeladen von InnenstadtOstblogger am 27.05.2011

Auf der 4. Heimmesse für Wohnideen, Dienstleistungen und Gesundheit in Dortmund präsentierten sich mehr als 80 Unternehmen, Dienstleister, Verbände und Anbieter von Seniorenimmobilien aus dem Raum Dortmund.
Viele Menschen wollen auch im hohen Alter noch in den eigenen vier Wänden bleiben.
Der Innenstadt-Ostblog fragte bei einigen Organisationen nach, welche Hilfen sie anbieten.

http://michael-lemken.de/wordpress

 
Heinz Schüpphaus
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