Dieser bekannte Spruch trifft auch das Problem "Leben im Alter" und damit auf viele von uns zu.
Da lebt man nun seit Jahren, vielleicht Jahrzehnten, in einer Wohnung,
die zu allen Zeiten allen Ansprüchen gerecht geworden ist, die man
sich weitestgehend nach eigenem Geschmack ein-gerichtet und/oder gestaltet
hat, eine Wohnung in vertrauter Umgebung, in der man seine Nachbarn vielleicht
nicht nur gut kennt, sondern auch mit ihnen befreundet ist, wo einem jeder
Weg und Steg in der Umgebung vertraut ist
und dann kommt das Alter
und mit ihm kommen häufig altersbedingte körperliche Unzulänglichkeiten
oder auch Körperbehinderungen anderer Art mehr oder weniger auf jeden
zu.
Erreichten die altersbedingten
Beschwerden, aber nicht nur die, einen gewissen Stand, blieb früher
eigentlich nur der Gedanke an den Umzug in ein Seniorenheim, zumindest
in unseren Breiten, denn in vielen Teilen der Erde gibt es derartige Einrichtungen
gar nicht oder nur in recht unzulänglicher Form.
Ein solcher Umzug
bedeutete und bedeutet selbstverständlich auch heute noch eine Absage
an das Altvertraute und führt zu der Erkenntnis, dass der eingangs
erwähnte Satz sich für einen selbst wohl doch nicht realisieren
lässt, obwohl er doch eigentlich so zutreffend ist.
Seniorenheime
sind mit Sicherheit äußerst sinnvolle Einrichtungen und es
darf hier keinesfalls der Eindruck entstehen, dass ihnen das abgesprochen
werden soll. Aber das Festhalten möglichst am Altvertrauten dürfte
bei den meisten von uns doch recht ausgeprägt sein. Nur, was ist
zu tun? Man spürt, dass sich etwas ändern muss und
wird
aber was und vor allem, wie?
Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird sich der Anteil älterer
Menschen bis zum Jahr 2050 weltweit verdoppeln. Heute sind in Deutschland
rund 22% der Bevölkerung 60 Jahre oder älter, nach 2050 werden
es ca. 36% sein. Der Anteil der Jüngeren, der unter 20-jährigen,
wird sich gleichzeitig von heute rund 21% auf etwa 16% verringern. Im
selben Zeitraum steigt aber die Lebenserwartung weiter, und von dieser
Entwicklung sind alle gesellschaftlichen Bereiche betroffen.
Der Text eines Schlagers, nach dem das Leben mit 66 Jahren anfängt,
hat nach heutigen Maßstäben durchaus seine Berechtigung. Die
so genannte 3. Lebensphase hat neben körperlichen Beeinträchtigungen
tatsächlich auch viele Vorteile. Als Jugendlicher hatte man Zeit,
aber kein Geld, später im Beruf hatte man Geld, dafür aber keine
Zeit mehr und nun hat man manchmal sogar beides. Man könnte im Allgemeinen
also das Leben relativ sorglos genießen, wird dazu aber unter Umständen Hilfen im Haushalt und im Allgemeinen benötigen.
Die Mobilität nimmt im Alter ab, das Unfallrisiko, gerade innerhalb
der eigenen vier Wände durch Gefahrenquellen und manchmal fehlende Sicherheit, nimmt zu. Häusliche Unfälle
sind häufig die Ursache für Pflegebedürftigkeit. Bei rechtzeitiger Anpassung der Wohnung an die Bedürfnisse
des Alters wird unter Umständen eine Heimunterbringung vermieden.
Die gewohnte Umgebung kann oft schon durch nur wenige Veränderungen
sicherer und zweckmäßiger gemacht werden.
Nach stationären klinischen Behandlungen oder anderen Krisenzeiten
neigen kranke und alte Menschen oft dazu, sich zurückzuziehen und
zu isolieren. Dabei ist gerade dann der Kontakt zu anderen Menschen, deren
Unterstützung und Ansprache besonders wichtig. In einer Wohngemein-schaft
oder im betreuten Einzel- und Paarwohnen finden diese bei anderen Betroffenen
und ausgebildeten Helfern Verständnis, aber auch kritische Rückmeldung
und Anregung. Das betreute Wohnen richtet sich an diejenigen, die noch
ihre Selbständigkeit weitgehend wahren möchten, jedoch in unterschiedlichen
Bereichen des Lebens Unterstützung und/oder Beratung brauchen.
Dem Wunsch, wie bisher weiterleben zu können, kommt die Wohnberatung
auf effektive Weise ent-gegen. Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts
entstanden in München und Dortmund die ersten Wohnberatungsstellen,
inzwischen gibt es weit über 200 davon. Zuständig in Dortmund
ist heute dafür der "Verein für Gemeinwesen und Sozialarbeit
Kreuzviertel e. V."
www.kreuzviertel-verein.de

Petra
Bank und Theo Hengesbach
helfen bei der Wohnungsumgestaltung
Im Bedarfsfall sollte man zuerst mit der Wohnberatung Kontakt aufnehmen,
um zu klären, welche Form altengerechten Wohnens für einen selbst
infrage kommt und wie die eigenen Wünsche für Lebensqualität
im Alter realisiert und finanziert werden können.